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		<title>Eisbaerenklasse</title>
		<link>http://www.eisbaerenklasse.de/</link>
		<description></description>
		<language>de-de</language>
		<copyright>Copyright 2018 - Susanne Schäfer</copyright>
		<lastBuildDate>Mon, 19 Nov 2018 19:09:59 +0100</lastBuildDate>
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				<title>Perspektivenwechsel</title>
				<link>http://www.eisbaerenklasse.de/kommentare/perspektivenwechsel....88/</link>
				<description><![CDATA[<div>Der&nbsp;Blog&nbsp;ruhte&nbsp;nun&nbsp;eine&nbsp;ganze&nbsp;Weile.&nbsp;Nicht,&nbsp;weil&nbsp;es&nbsp;die&nbsp;Eisbärenklasse&nbsp;nicht&nbsp;mehr&nbsp;gäbe -&nbsp;es&nbsp;gibt&nbsp;sie&nbsp;und&nbsp;es&nbsp;ist&nbsp;nach&nbsp;wie&nbsp;eine&nbsp;wunderbare&nbsp;Klasse,&nbsp;mittlerweile&nbsp;im&nbsp;dritten&nbsp;Schuljahr.&nbsp;Ich&nbsp;habe&nbsp;allerdings&nbsp;gemerkt,&nbsp;</div><div>dass&nbsp;der&nbsp;Zeitpunkt &nbsp;eines Perspektivenwechsels gekommen ist.&nbsp;</div><div>Irgendjemand kommentierte hier einmal - für mich klang es ein klein wenig abwertend&nbsp; - dies würde wieder ein enthusiastisch begonnener Blog, den ich eines Tages dahinsiechen lasse.</div><div>Ich verstehe die Haltung hinter diesem Kommentar, würde es aber positiv formulieren wollen:</div><div>Im Netz lässt sich wunderbar nachvollziehen, welche Entwicklungen ich als Lehrerin, aber auch als Schulleiterin gemacht habe.</div><div>Und nun naht lediglich ein weiterer, vermutlich ein nicht abwendbarer Schritt, hin zu einem Wechsel der Perspektive.</div><div>Der Rahmen des Blogs, die Eisbären, passte schon länger nicht mehr wirklich, denn immer häufiger sind es allgemeine bildungspolitische Themen, die mich beschäftigen und die ich eher aus Schulleitungssicht betrachte.</div><div><br></div><div>Aus diesem Grunde habe ich mich entschlossen, diese Entwicklung auch im Netz zu vollzuziehen. Ab sofort werde ich meine Gedanken und Erlebnisse an anderer Stelle beschreiben.&nbsp;</div><div><br></div><div><a href="https://www.geschaefert.de/startseite/home..../" target="_blank">"Geschäfert"</a> ist seit eben gerade online.</div><div>Ich freue mich auf Mitleser und Mitleserinnen.</div><div><br></div><div><div style="text-align:center"><img src="http://www.eisbaerenklasse.de/images/kunde/fotos/geschaefert.jpg" style="width:400px;height:220px"></div><br></div>]]></description>
				<pubDate>Mon, 19 Nov 2018 19:08:39 +0100</pubDate>
				<category>Gedanken</category>		
				<guid>http://www.eisbaerenklasse.de/kommentare/perspektivenwechsel....88/</guid>
			</item>
			<item>
				<title>Auf demokratischer Augenhöhe</title>
				<link>http://www.eisbaerenklasse.de/kommentare/auf-demokratischer-augenhoehe....87/</link>
				<description><![CDATA[<p>Wir sind aufgeregt.</p>
<p>Ganz unerwartet haben wir die Möglichkeit erhalten, während
unseres Kurzurlaubs am Besuchstag einer bekannten demokratischen Schule
teilzunehmen.</p>
<p>Nachdem unsere ersten Hospitationsbitten abgelehnt wurden,
freuen wir uns nun umso mehr.</p>
<p>Am &nbsp;Abend vorher
ergehen wir uns darin, in unseren Erwartungen zu schwelgen und uns in den
buntesten Farben auszumalen, was wir Innovatives, Demokratisches und Freies
sehen werden.</p>
<p>Wir lesen uns ein und erkennen schnell die engen Grenzen
unseres Vorstellungsvermögens und so lassen wir uns überraschen.</p>
<p>Am nächsten Morgen stehen wir früh auf und fahren 45 Minuten
bis zur besagten Schule. Die Außenansicht des Gebäudes und Geländes ist
vielversprechend, nicht vergleichbar mit unserem Schulgebäude. Eine weiße,
große Villa empfängt uns. Draußen spielen einige Kinder, es gibt keine
einengenden Zäune, nur ansprechendes, naturnahes Gelände.</p>
<p>Der erste Eindruck ist vielversprechend. </p>
<p>Wir wissen nicht so recht, wohin oder an wen wir uns wenden
müssen und gehen zögerlich durch die Eingangstür, nur um unmittelbar darauf in
einem bunten Treiben zu landen.</p>
<p>Neben den vielen Schuhen, die am Fuße an einer Treppe nun
vor uns und in Regalen neben uns liegen, fallen uns Schülerinnen und Schüler
auf, die vorbeihuschen, auf Treppen sitzen, sich etwas zurufen.</p>
<p>Ratlos schauen wir uns um und erfahren &ndash; sozusagen im
Vorbeigehen &ndash; dass wir ganz nach oben müssen und das am besten natürlich auch
schuhfrei.</p>
<p>So landen unsere Schuhe auf der recht strapazierten
Holztreppe und wir huschen auf Socken bis in die obere Etage. Dort führt uns
irgendwer in einen Raum, in&nbsp; dem schon
einige Besucher sitzen.</p>
<p>Wir erhalten einen Namensaufkleber und werden gebeten, uns
einen Platz zu suchen.</p>
<p>Es ist laut, Kleinkinder weilen unter den Besuchern und
erkunden den Raum. Unter dem großen Holztisch sitzt ein Mädchen, es mag
vielleicht sechs, sieben Jahre alt sein, und singt vor sich hin.</p>
<p>Wir haben Zeit, den Raum anzuschauen und sehen Regale in denen
einige Schulbücher stehen, einige Lexika, bekannte Verlage sind vertreten. &nbsp;Weiße Magnettafeln stehen beschriftet herum,
in der Ecke steht ein Sofa, das bereits bessere Zeiten gesehen hat, aber so wie
es ist ausgezeichnet in diesen Raum passt. </p>
<p>Hier und dort liegt Kram herum, Getränke und Kekse stehen
für uns Besucher bereit.</p>
<p>Es wird kurz hektisch, weil in den vorbereiteten Umschlägen
für die Besucher ein Elternprotokoll vermutet wird, das sich aber nicht finden
lässt. </p>
<p>Ich schaue in die vorbereiteten Unterlagen und finde nur
einige Presseberichte und Infos über die Schule.</p>
<p>Mit der Begrüßung beginnt der Einblick in eine interessante
und nicht ausschließlich fremde Schulwelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unter den Besuchern sind viele Eltern mit ihren teilweise
doch noch sehr jungen Kindern, Lehrerkollegen, Studenten und Menschen, die
selbst eine eigene Schule gründen möchten.</p>
<p>Der erste Vater stellt sich und seine kleine Tochter vor,
das &bdquo;Du&ldquo; und der Vorname sind hier obligatorisch, und erklärt, seine Tochter
habe für sich entschieden, der Kindergarten sei nichts für sie, deshalb müsse
sie dort auch nicht hingehen, dürfe aber bald schon diese Schule besuchen.</p>
<p>Andere Eltern berichten davon, dass das eigene Kind im
Regelschulsystem nicht zurechtgekommen und nun seit dem Herbst gar nicht mehr
beschult werde. </p>
<p>Eine Kollegin erklärt, dass das Regelschulsystem nichts für
sie sei und sie nach sechs Jahren spürt, mit dem System stimmt etwas nicht. </p>
<p>Das Regelsystem, so kommt es mir schnell vor, ist hier
behaftet mit einer Art &bdquo;Feindbild&ldquo;.</p>
<p>Ganz bewusst entscheide ich mich dafür, bei unserer
Vorstellung darauf hinzuweisen, dass wir just in diesem Regelschulsystem als
Schulleitung arbeiten und uns freuen, hier sein zu dürfen.</p>
<p>Die Blicke der anderen ließen sich vielfältig deuten,
während die Vorstellungsrunde weitergeht. Wir sind vielleicht 25 Besucher und
haben eines gemeinsam: Die Neugier auf die etwas andere Schule.</p>
<p>Wir werden gebeten, keine Fotos zu machen und nichts
mitzunehmen.</p>
<p>In zwei Gruppen geht es nun zur Schulführung. Der junge
Mann, der uns begleitet ist charmant und wortgewandt. Er war einst selbst
einige Jahre Schüler dieser Schule und arbeite nun als FSJ-ler hier, so erklärt
er uns.</p>
<p>Er zeigt uns nun einen ersten Raum, schlicht, bestückt mit
einem Sofa, einem ebenfalls stark abgenutzten Sofa und einem Regal, in dem wüst
einige Bücher kreuz und quer herumliegen.</p>
<p>Drei Schülerinnen und Schüler sitzen mit Ipads und Handys
auf dem Sofa und registrieren uns nur am Rande.</p>
<p>Das Regal sei so unaufgeräumt, wird uns erläutert, weil
gerade umgeräumt wird. Hier stünde Literatur zur Sprachförderung. Ich sehe drei
Harry Potter Bände und komme nicht dazu, mir die anderen Bücher genau
anzuschauen, denn wir gehen weiter in den nächsten Raum, den &bdquo;Medienraum&ldquo;.</p>
<p>Hier stehen ein Kicker, ein Sessel, ein Regal mit einigen
wenigen Gesellschaftsspielen und ein abgeschlossener Metallschrank in dem die
Medien lagern:</p>
<p>Ipads, GoPros für die Skifreizeit und ähnliche Medien. Ein
junger Schüler liegt im Sessel und spiel ein sehr lautes Spiel auf dem Ipad.
Ich sehe Autos herumrasen. Er wird gebeten, den Ton auszustellen, damit wir
besser verstehen, was uns erklärt wird.</p>
<p>Seine Motivation der Bitte zu folgen scheint gering und so
höre ich nur lautes Autorasen statt der weiteren Erklärungen.</p>
<p>Wir werden nun durch alle Räume geführt. Es gibt einen Raum
für Naturwissenschaften &ndash; in dem man Schuhe tragen sollte &ndash; der aber derzeit
nicht stark frequentiert wird &ndash; so die Erläuterung. </p>
<p>Die Ausstattung ist minimalistisch, Material kann ich so gut
wie keines entdecken. Überhaupt fallen mir die wenig gestalteten Wände und
Räume auf.</p>
<p>Der &bdquo;Lesen-Schreiben-Rechnen-Raum&ldquo; für jüngere Schüler
zumindest ist &bdquo;dekoriert&ldquo; mit einer alten Anlauttabelle eines bekannten
Verlags. Es dominiert ein großer Holztisch &ndash; die Holztische in allen Räumen
sind wunderschön, robust und trotz der enormen Abgewetztheit sehr einladend &ndash; ein
leerer weißer Kaufladen steht an der Wand, in einem großen Regal findet man Lük
Kästen, Logico und einige wenige Schulbücher.</p>
<p>Ein Besuchskind malt eine Osterei Vorlage aus, auf dem Tisch
stehen Buntstifte bereit.</p>
<p>Der Raum wirkt auf mich wie ein arg vernachlässigter
Kindergartenraum. Als Kind hier eine gewisse Lernmotivation zu entwickeln
stelle ich mir schwierig vor. </p>
<p>Vor dem Raum liegt ein kleines Mädchen auf dem Boden und
spielt mit einer zerzausten Barbiepuppe.</p>
<p>Insgesamt sehen wir sehr wenige Schülerinnen und Schüler,
die, die wir entdecken können, sitzen oder liegen mit Handys und Ipads herum
und spielen. Die Chipstüte zwischen sich, was uns angesichts der Grundregel: <em>&bdquo;Diese
Schule kocht und isst bio-dynamisch und vegetarisch.&ldquo;</em> schmunzeln lässt.</p>
<p>Wir sehen noch das kleine Atelier, in dem man sich kaum
bewegen kann, so vollgestellt ist es mit Staffeleien, Nähmaschinen, Leinwänden
und anderen Materialien.</p>
<p>Der Raum wird, so erklärt man uns, gerade nicht so oft benutzt,
da hier immer schmutziges Geschirr mit Essensresten herumstand.</p>
<p>Nun sei der Raum hauptsächlich verschlossen.</p>
<p>Es ist eigentlich ein wunderschöner Raum, mit großen
Fenstern, viel Licht. Die Fensterrahmen sind &ndash; wie in vielen anderen Räumen
auch &ndash; beschmiert mit Farbe und viel Schmutz.</p>
<p>Die Schule wird von den Schülerinnen und Schülern
eigenständig gesäubert, dafür ist das PK, das Putzkomitee zuständig und jeder
Schüler, jeder Schülerin muss eine halbe Stunde in der Woche mithelfen, die
Räume zu reinigen. Auf jeder Etage stehen farbig markierte Putzschränke, deren
Inventar &ndash; es kommt bekannt vor &ndash; auf einem laminierten Schildchen außen
aufgelistet ist.</p>
<p>Auch auf den Toiletten finden sich bekannte Schildchen: &bdquo;Bitte
spülen&ldquo; heißt es da und mir scheint, die Probleme an Schulen aller Art sind in
einigen Bereichen die gleichen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich fühle mich unwohl auf meinen Socken im Toilettenbereich
und denke nicht weiter darüber nach, was nun alles an meinen Socken haften mag.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir lernen den Fingerabdruckscanner kennen, mit denen die
Anwesenheitszeit erfasst wird, denn auch an dieser Schule gilt es, eine
bestimmte Wochenstundenzahl in der Woche anwesend zu sein.</p>
<p>Der Monitor über dem Fingerabdruckscanner bleibt dunkel, ich
vergesse zu fragen, wofür er bestimmt ist.</p>
<p>Der Musikraum unten im Keller ist winzig. Ein Schlagzeug
steht auf dem dunkelvioletten Teppich, ein Keyboard, ein Rechner. Viele
Verstärker stehen herum, an den Wänden Gitarren.</p>
<p>Man trägt sich in eine Liste ein, wenn man den Raum nutzen
möchte. Ein Team betreut den Raum und ist für den Raum verantwortlich. So ist
es mit allen Räumen.</p>
<p>Neben dem Musikraum befindet sich der Essraum, auch hier
finden sich die riesengroßen Holztische wieder.</p>
<p>Es schließt sich eine große Küche an, in der bereits gekocht
wird.</p>
<p>Das Mineralwasser wird gesponsert von einer großen Firma und
in einem Flaschenregal liegt für jeden Schüler/jede Schülerin eine Flasche
bereit. Ein dick angeketteter Edding dient der Beschriftung der Flaschen.</p>
<p>Auf einer Flasche ist ein überdimensionierter Penis
gezeichnet. Schulalltag eben.</p>
<p>Türen schwingen auf und zu und knallen. Ab und zu ertönt
eine Durchsage durch das Haus.</p>
<p>Wir dürfen nun in die freitägliche SV-Sitzung in einem
großen Raum, in dem sich in der Tat dann doch einige Schülerinnen und Schüler
und einige Mitarbeiter finden. Der Raum ist groß und hell, die Wände in
hellblau mit weißen Wölkchen bemalt. Wir sitzen auf großen Kisten.</p>
<p>Drei Schülerinnen und Schüler leiten die SV, die Akustik in
dem Raum ist nicht optimal, ich sitze recht weit hinten im Raum und verstehe
nicht alles, was gesagt wird. An der Wand vorne sieht man die Anträge, die zur
Abstimmung gelangen sollen.</p>
<p>Vor dem Raum sitzt ein junger Schüler, der dafür zu sorgen
hat, dass es leise ist während der SV. Dieser Schüler war&nbsp; - so wird uns erläutert &ndash; in der letzten SV
Sitzung laut und als logische Konsequenz muss er nun heute dafür sorgen, dass
es leise bleibt. Er spielt dabei auf einem stumm gestalteten Ipad.</p>
<p>Strafen gibt es keine an dieser Schule, nur logische
Konsequenzen. Wenn du deine tägliche Supermarktzeit nicht in die entsprechende
Liste einträgst, wirst Du nicht bestraft, musst allerdings mit der logischen
Konsequenz leben, die diesem Regelbruch folgt und darfst eben eine Weile nicht
mehr zum Supermarkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In der SV werden langsam und langwierig, demokratisch eben,
die Anträge abgearbeitet.&nbsp;</p><p>Der Schulleiter muss aufgrund zweimaligen Regelbruchs
(Hineinrufen ohne aufzuzeigen) die SV verlassen und es wirkt so ein bisschen,
als sei er ganz froh sich nun vor dem Gebäude eine rauchen zu können.</p>Es gibt viele Regeln an dieser Schule. Sehr viele Regeln.
Die Anträge berufen sich auf alte Regeln und bitten um neue Regeln. Es wird
diskutiert, gerungen, entschieden. Anträge werden zurückgezogen, kritisiert von
allen Seiten beleuchtet.
<p>Eine Mitarbeiterin kritisiert den von ihr selbst gestellten
Antrag bis sie bemerkt, dass es ihr eigener Antrag war.</p><p>Der Antrag wird bis auf weiteres zurückgestellt.</p>
<p>Es geht darum, wer wie lange die Schaukeln nutzen kann und
ich entdecke Parallelen.</p>
<p>Ein Schüler stellte den Antrag ein bestimmtes Spiel auf den
Ipads freigeschaltet zu bekommen. Es wird hin und her diskutiert, denn das
Spiel ist erst ab 12 Jahren freigegeben.</p>
<p>Als ein Mitarbeiter den Jungen fragt, ob er sich vorstellen
kann, den Antrag zurückzuziehen, kann er sich das gut vorstellen.</p>
<p>Demokratie eben. </p>
<p>Die Struktur dieser SV ist nicht anders als an anderen
Schulen. Für mich als Besucherin ist es nach einer halben Stunde wenig
spannend. Aber ich habe Zeit, die Menschen zu beobachten.</p>
<p>Es sind wenig Schüler anwesend. 85 besuchen die Schüler, in
der SV &ndash; die man besuchen kann, aber natürlich nicht besuchen muss &ndash; sitzen insgesamt
an die 20 Stimmberechtigten, davon vier Mitarbeiter.</p>
<p>Ich frage mich wo die anderen Schülerinnen und Schüler sind,
denn in den Räumen sahen wir ja auch nur wenige von ihnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Während weiter um Worte und Formulierungen gerungen wird,
rutsche ich unruhig auf meiner Kiste herum und bin froh, als wir die SV
verlassen dürfen und als Besucher noch einmal im Raum unter dem Dach einfinden
und Zeit für Fragen haben.</p>
<p>Eine Mitarbeiterin, drei Schüler und eine Schülerin sind so
nett und stehen für unsere Fragen zur Verfügung. Unter dem Tisch sitzt nach wie
vor die junge Schülerin und singt und redet vor sich hin.</p>
<p>Ich esse enttäuscht einen wahrscheinlich biodynamischen Keks
und harre der Fragen, die da kommen mögen.</p>
<p><em>&bdquo;Was bedeutet für Euch freie Schule?&ldquo;</em>, möchte ein Besucher
wissen und ein junger Mann antwortet sehr eloquent und vergleicht
Begrifflichkeiten wie &bdquo;selbstbestimmtes Lernen&ldquo;, &bdquo;eigenständiges Lernen&ldquo; und &bdquo;freies
Lernen&ldquo;. Die Mitarbeiterin mag es philosophischer und fragt zurück: <em>&bdquo;Welche
Freiheit ist denn konkret gemeint?&ldquo;</em></p>
<p>Wir gehen nicht in die Tiefe, die Zeit ist knapp. Die
Kollegin, die aus dem Regelschulsystem ausbrechen möchte, fragt die Schüler,
was sie tun muss, damit die Schüler sie hier einstellen würden, denn an dieser
Schule entscheiden die Schüler, wer hier arbeitet und wer gehen muss.</p>
<p><em>&bdquo;Es muss einfach passen! Du musst das Konzept von Herzen
leben!&ldquo;</em>, ist die unbestimmte Antwort.</p>
<p>An dieser Schule, so wird uns vorgetragen, kann jeder seine
Bedürfnisse ausleben. Ein Schüler berichtet, er habe erst ein Jahr lang nur
jeden Tag auf dem Sofa gelegen und gelesen, dann zwei Jahre lang nur am Ipad
gespielt und dann irgendwann beschlossen, es sei Zeit zu lernen.</p>
<p>Ein anderer Schüler ergänzt: <em>&bdquo;Wir haben eben alle
unterschiedliche Bedürfnisse. Ich zocke eben total gern und meine Mutter liest
lieber. Sie lässt mich zocken und ich lasse sie lesen!&ldquo;</em></p>
<p>Mir entfleucht ein sarkatisches: <em>&bdquo;Wie großzügig von ihm!&ldquo;</em>, womit ich mich
direkt disqualifiziere.</p>
<p>Es gäbe viele Fragen, aber man erahnt die Antworten im
Voraus. Es gibt viel unprofessionelle Schelte für das Regelschulsystem. Die
Mitarbeiterin zieht über ihre ehemaligen Mitarbeiter her und es wird immer
deutlicher, dass das Regelschulsystem hier nicht nur verkannt, sondern auch
verachtet wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich ringe mich durch und frage nach, ob die Schülerschaft
meint, sie repräsentiere an dieser Schule einen gesellschaftlichen Querschnitt.</p>
<p>Nein, ist die eindeutige Antwort, aber auch der Hinweis
darauf, dass man das gar nicht wolle.</p>
<p>Meine weitere Frage nach multiprofessionellen Teams wird
vage damit beantwortet, dass zwei Mitarbeiter ein Lehramtsstudium absolviert
haben und es schwierig sei, andere Professionen zur Zusammenarbeit zu bewegen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es wird nach den möglichen Abschlüssen gefragt, die extern
abgelegt werden müssen. Dies können sowohl der Hauptschul- als auch der
Realschulabschluss sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>&bdquo;Und danach?&ldquo;</em>, möchte jemand wissen und wir hören die klare
Aussage eines Schülers: <em>&bdquo;Ich suche jetzt einen Job, aber ich kann mir nicht
vorstellen, in einem hierarchisch geführten Betrieb zu arbeiten!&ldquo;</em></p>
<p>Die Mitarbeiterin ergänzt: <em>&bdquo;Keine Ahnung, was aus den Jungs
und Mädchen wird. Das wissen wir doch ohnehin nie. An keiner Schule!&ldquo;</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mir läge am Herzen zu fragen, wie Teambildungprozesse
stattfinden, wie Lesen gelernt wird, wann Gemeinsames praktiziert wird, doch es
folgt wieder eine Breitseite gegen die Regelschule im allgemeinen und mir
vergeht ein wenig die Lust. Hier geht es gar nicht um Austausch. </p>
<p>Hier arbeiten und leben Menschen, die nur von sich und dem
einen Konzept überzeugt sind, anderes hat keinen Bestand, so kommt es mir vor.</p>
<p>Die Kleinkinder toben herum, eines hat definitiv die Windel
voll, eine interessierte Besucherin ist restlos begeistert, hat einen ganzen
Block voller Notizen mitgeschrieben und fasst ihre Begeisterung nahezu philosophisch
zusammen.</p>
<p>Ich bin ernüchtert und bräuchte einen Keks. Der Teller ist
leer. Schade.</p>
<p>Bei der Verabschiedung kann ich es doch nicht lassen und
merke an, dass man das eigene System nicht durch Abwertung der anderen Systeme
aufwertet und ich den Eindruck erhalten hätte, dass Regelschule hier so eine
Art &bdquo;Feind&ldquo; sei, ohne zu wissen, was sich in anderen Schulen gerade bewegt.</p>
<p>Unterschiedliche Systeme, so führe ich weiter an, können
doch durchaus nebeneinander Bestand haben.</p>
<p>Das sei eine sehr wichtige Rückmeldung, so sagt mir die
Mitarbeiterin und sie gebe das auf jeden Fall an das entsprechende Komitee
weiter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vor dem Haus kommen wir noch mit einem anderen Besucher ins
Gespräch, einem Studenten, mit dem wir uns kurz aber konstruktiv über unsere
Eindrücke austauschen.</p>
<p>Ich gehe mit dem guten Gefühl, an unserer Schule an der
richtigen Stelle zu sein.</p>
<p>Vor einigen Jahren hätte ich mich nach diesem Besuch vor allen
Dingen spießig und dem Establishment zugewandt gesehen. Heute bin ich froh
darüber, dass es für alle Ansätze und Überzeugungen einen Platz gibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein wenig neidisch schaue ich auf die imposante Villa zurück
und stelle mir vor, welche wunderbaren Lernorte man darin schaffen könnte.</p>
<p>So wie es den Gründern gelungen ist, ihre eigene Vision von
Schule umzusetzen. Ich finde das bewundernswert, auch wenn meine Visionen
diesbezüglich andere sind.</p>
<p>Wir nehmen nichts mit außer der Gewissheit, gesehen zu
haben, welche Visionen nicht den unsrigen entsprechen.</p>
<p>Es bleibt jedoch zu erwähnen, dass die Menschen in der dieser Schule glückliche Menschen sind, visionäre Menschen, selbstbewusste Menschen.</p>
<p>Menschen, die für ihre Überzeugung leben und &bdquo;brennen&ldquo;.
Nicht anders als wir, nur gänzlich anders in der Umsetzung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es war schön, das gesehen haben zu dürfen, doch nun freue
ich mich sehr auf morgen.&nbsp;</p><p>Auf unsere Kinder, auf unsere Lernumgebung und auf
unser Team, das auch &bdquo;brennt&ldquo;.</p>
<p>Nur irgendwie, irgendwo ganz anders.</p>
<p>Irgendwann gelingt es uns vielleicht, voneinander zu lernen.</p>
<p>Das wäre mein Traum.</p>]]></description>
				<pubDate>Sun, 08 Apr 2018 08:21:22 +0200</pubDate>
				<category>Gedanken</category>		
				<guid>http://www.eisbaerenklasse.de/kommentare/auf-demokratischer-augenhoehe....87/</guid>
			</item>
			<item>
				<title>Qualitätszeit</title>
				<link>http://www.eisbaerenklasse.de/kommentare/qualitaetszeit....86/</link>
				<description><![CDATA[Wenn&nbsp;sich&nbsp;um&nbsp;7.50&nbsp;Uhr&nbsp;mit&nbsp;dem&nbsp;ersten&nbsp;Schellen&nbsp;unsere&nbsp;Schultüren öffnen,&nbsp;gehe&nbsp;ich&nbsp;mit&nbsp;den&nbsp;frühen&nbsp;Kindern&nbsp;gemeinsam&nbsp;hoch&nbsp;in&nbsp;unseren&nbsp;Klassenraum. <br>Bis 8.10 Uhr haben die Kinder Zeit, in aller Ruhe anzukommen.<br>Diese 20 Minuten sind reine Qualitätszeit und ich genieße diese ersten Augenblicke mit den Kindern sehr.<br><br><div style="text-align:center"><img src="http://www.eisbaerenklasse.de/images/kunde/fotos/bauen3.jpg" style="width:500px;height:370px"></div><br><br>Während einige direkt munter darauflos plaudern und ich vom kleinen Bruder erfahre, der die Familie bei Nacht auf Trab gehalten hat, setzen sich andere Kinder ersteinmal allein an den Tisch und müssen die Müdigkeit überwinden.<br><br>Bis die Kinder hier ankommen, ist in der Regel schon eine Menge geschehen am Morgen. So wie wir, haben sie gute Tage und Momente, hektische Vormittage oder gar verschlafene.<br><br>Einige Kinder brauchen morgens einen &nbsp;kleinen Kopfstreichler, andere suchen von sich aus die Nähe, wieder andere suchen sich etwas aus dem Regal und spielen und arbeiten allein oder gemeinsam mit anderen Kindern.<br><br>Gemeinsam mit einigen Kindern hängen wir den Tagesplan auf und ich erfahre umgehend, dass der neue Hund die ganze Nacht über Schluckauf hatte und jetzt weiß man ja gar nicht, wie das enden wird.<br>Ganz aufgelöst ist das Kind und ich, die ich so gar keine Ahnung von Haustieren, insbesondere von Hunden habe, beruhige es und schlage vor, dass wir in den Büchern nachsehen, was Schluckauf bei Hunden bedeutet.<br><br>An einem Tisch wird gefrühstückt. Zwei Kinder fegen den an sich noch sauberen Raum.<br>Es wird viel berichtet, erzählt, gefragt.<br>Mir wird vorgelesen, mir werden Briefchen gebracht, jedes Kind grüßt freundlich und zu keiner anderen Tageszeit werde ich mit derart vielen Freundlichkeiten und Komplimenten begrüßt und bedacht.<br><br>Auch ich versuche, jedes Kind persönlich zu &nbsp;begrüßen und den Morgen mit freundlichen und netten Worten beginnen zu lassen.<br><br>Es gibt so gut wie nie Streit in dieser Zeit. Die Kinder sind so entspannt, wie selten. Es werden keine Erwartungen an sie gestellt. Sie müssen nicht "funktionieren" und dürfen einfach sie selbst sein:<br>Müde, aufgedreht, zappelig, still, traurig, albern, fröhlich, mitfühlend, distanziert....<br><br>In kleinen Gruppen spielen die meisten und greifen zu den Materialien aus unseren Freiarbeitsregalen. Phasenweise verschieben sich die Interessen. Heute kann ein Zauberwürfel spannend sein, morgen die Magnetbaukiste.<br><br>Wir sind mittlerweile ein eingespieltes Team, können uns aufeinander verlassen und wissen sehr viel voneinander.<br>Das Fundament ist Vertrauen.<br><br>In diesem täglichen 20 Minuten erfahre ich von den Sorgen und Nöten, von Arztbesuchen, Streitigkeiten, Essensgewohnheiten. Ich lasse mir vorlesen, lese selbst vor, lausche und beantworte Fragen und kann erkennen, wie der Tag für jedes Kind begonnen hat.<br><br>Ich weiß, dass man nicht lernen kann, wenn man sich Sorgen um den Hund macht, der an Schluckauf leidet und wenn das kleine Geschwisterbaby nachts weint, ist man morgens einfach sehr müde.<br><br>Jeder bringt seine ganz eigene Geschichte mit, jeden Morgen aufs Neue. Die Zeit zum Ankommen tut uns gut.<br>Wenn es um 8.10 Uhr zum zweiten Mal klingelt, räumen alle ganz selbstverständlich auf und wir treffen uns im Kreis.<br><br>Nun können wir gut beginnen, denn wir haben uns Zeit füreinander genommen. Zeit, für das, was uns früh am Morgen gut tut. Zeit für die Klassengemeinschaft, Zeit für Vertrauen.<br><br>Das Fatale ist nur: Wir Lehrer neigen zur Hetze. Wir lassen uns hetzen durch längst veraltetet Lehrpläne, immer neue Erlasse und Gesetze, Elternwünsche und den eigenen Ansprüchen.<br>Dabei kränkelt unser Schulsystem vor allem daran, &nbsp;dass wir uns zu wenig Zeit nehmen für die Dinge, die wirklich wichtig sind.<br><br>Und das sind nicht immer die Dinge, die im Lehrplan stehen.<br><br>Es ginge uns und den Kindern besser, wenn wir uns nicht mitreißen ließen, sondern mehr Qualitätszeit in den Schulalltag einbringen würden.<br>Dazu bedarf es im Grunde nur eines:<br>Den Mut, sich von der Papierschule zur Tatenschule zu bewegen.<br><br>Diesen Mut wünsche ich uns allen.<br>Und viel mehr von diesen täglichen 20 Minuten.]]></description>
				<pubDate>Sun, 01 Apr 2018 10:17:31 +0200</pubDate>
						
				<guid>http://www.eisbaerenklasse.de/kommentare/qualitaetszeit....86/</guid>
			</item>
			<item>
				<title>Willkommenskultur?</title>
				<link>http://www.eisbaerenklasse.de/kommentare/willkommenskultur-....85/</link>
				<description><![CDATA[In&nbsp;den&nbsp;vergangenen&nbsp;Jahren&nbsp;hatten&nbsp;wir&nbsp;immer&nbsp;wieder&nbsp;einmal&nbsp;Hospitationsbesuch&nbsp;an&nbsp;unserer&nbsp;Schule. <br>Sei&nbsp;es&nbsp;aus&nbsp;der&nbsp;näheren&nbsp;Umgebung,&nbsp;sei&nbsp;es&nbsp;aus&nbsp;anderen&nbsp;Bundesländern <br>oder gar dem benachbarten Ausland. Wir haben jeden einzelnen Besuch immer als große Bereicherung empfunden und konnten alle Besucher ganz mühelos in unseren schulischen Tagesablauf integrieren.<br><br>Hospitationsbesuch empfinde ich grundsätzlich als anregend und nicht als belastend.<br>In den direkten Austausch zu kommen, von anderen Erfahrungen und Bedingungen zu hören, eigene Konzepte zu erläutern und aus einem anderen Blickwinkel wahrgenommen zu werden birgt das große Potential, nicht immer und ausschließlich im eigenen Dunstkreis gefangen zu sein und zu bleiben.<br><br>Auch eigene Hospitationen an anderen Schulen waren bislang immer auf die ein oder andere Weise wertvoll.<br><br><br><div style="text-align:center"><img src="http://www.eisbaerenklasse.de/images/kunde/fotos/herz.jpg" style="width:500px;height:375px"></div><br><br><br>So erschien es uns sinnvoll, die Idee, die aus unserem Team kam, an anderen Schulen zu hospitieren und später zusammenzutragen, was andere Systeme anders machen als wir,  umzusetzen.<br><br>Nicht, um abzukupfern oder abzuschauen, sondern um den eigenen Blickwinkel und Horizont zu erweitern und über den Tellerrand zu schauen.<br><br>Als die ersten Kollegen mit der Rückmeldung an uns herantraten, dass es nicht so leicht sei, Schulen zu finden, die Hospitationen "erlauben" erschien mir das zunächst gar nicht glaubhaft.<br><br>Entweder man gerät an derart beliebte Schulen, dass man sozusagen in eine Abfertigungsmaschinerie gerät, Geld zahlen soll und kaum Gelegenheit für Gespräche bleiben oder aber man ist schlicht nicht wirklich erwünscht.<br><br>Naiv wie ich bin, dachte ich, diesem Stadium des "jeder wurschelt hinter geschlossenen Türen" seien wir längst entkommen, wurde und werde aber eines Besseren belehrt.<br><br>Nun stellt sich mir die Frage, warum ist das so?<br><br>Auch unter Schulleitern erlebe ich durchaus Konkurrenzdenken und Egoismus, was die eigene Schule anbelangt und dies nicht immer zum Vorteil der eigenen Schulentwicklung.<br>Wovor hat man Angst, wenn man Besucher nicht willkommen heißen mag?<br><br>Der Aufwand kann es nicht sein.<br>Die Gäste kommen, man begrüßt sie und sie gehen mit dem ein oder anderen mit in den ganz normalen Unterricht.<br>Darum geht es doch gerade.<br>Schulalltag und das Miteinander in anderen Systemen zu erleben, wahrzunehmen, wie Kolleginnen und Kollegen in anderen Schulen mit alltäglichen Situationen umgehen.<br>In andere Klassenräume zu schnuppern, andere Strukturen zu erleben &nbsp;und dankenswerterweise eben Schule mal aus einer anderen Perspektive betrachten zu können.<br><br>Haben Schulen Angst, man könnte etwas abschauen? Etwas als Eigenes verkaufen, was aber von dort herstammt?<br>Ein &nbsp;Thema das mich nicht nur real, sondern auch virtuell ganz sicher immer beschäftigt.<br>Hat man Angst vor Wertung und Kritik? Wobei wir als Gäste weder werten noch kritisieren möchten.<br>Wird Besuch als Kontrolle empfunden? <br><br>Für mich ist es schwer nachvollziehbar, dass Kolleginnen und Kollegen auf ihre freundliche Anfragen gar keine Antworten bekommen oder aber ein Staatsakt aus einer solchen Hospitation gemacht wird.<br>Und ich bedauere diese Umstände sehr.<br><br>Austausch untereinander ist doch vom Ursprung her konstruktiv und sollte nicht lähmend oder belastend sein.<br><br>Unsere Türen stehen immer offen und das nicht nur bildlich gesprochen, sondern ganz real.<br>Wir haben nichts zu verbergen, sondern sind stolz auf unsere schulischen Strukturen, die wir mit viel Arbeit und Engagement in den vergangenen Jahren geschaffen haben.<br>Und das bedeutet nicht, dass es bei uns perfekt zugeht.<br>Ganz und gar nicht und zwar nie.<br><br>Aber menschlich.<br>Und wir leben nicht nur mit unseren Kindern eine Willkommenskultur, die von Herzen kommt.<br><br>Vielleicht finden sich ja noch Schulen, denen wir für einen Vormittag lang willkommen sind.<br>Nicht auf der Suche nach Perfektheit, aber auf der Suche nach Kolleginnen und Kollegen, denen es im gemeinsamen Austausch um eine gute Schulentwicklung geht.<br>Zugunsten unserer Kinder und zugunsten aller, die im System Schule arbeiten.<br><br>Mir scheint, es liegt noch ein langer Weg vor uns.<br>Aber das hat uns noch nie abgeschreckt!]]></description>
				<pubDate>Sun, 04 Mar 2018 15:34:43 +0100</pubDate>
						
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				<title>Der gekünstelte Aufschrei</title>
				<link>http://www.eisbaerenklasse.de/kommentare/der-gekuenstelte-aufschrei....84/</link>
				<description><![CDATA[Eine&nbsp;Nation&nbsp;ist&nbsp;entsetzt.<br>Das zumindest meint man seit Freitag, seitdem die Medien sich auf den <a href="https://www.iqb.hu-berlin.de/bt/BT2016/Bericht" target="_blank">IQB Bericht</a> stürzen, um über das schlechte Abschneiden unserer Viertklässler in den Grundschulen zu berichten.<br><br><div style="text-align:center"><img src="http://www.eisbaerenklasse.de/images/kunde/fotos/aufschrei3.jpg" style="width:500px;height:375px"></div><br><br>Meinungsmachende Menschen jeder Profession äußern sich nun überrascht und erstaunt über diese Ergebnisse.<br>Und - in NRW zumindest - wird unmittelbar und auf die Schnelle <a href="http://www.news4teachers.de/2017/10/reaktion-auf-das-desaster-beim-iqb-laendervergleich-nrw-schulministerin-gebauer-kuendigt-reform-des-grundschulunterrichts-an/" target="_blank">damit reagiert</a>, dass man auf die mediale Rampensau aufspringt und verkündet, "der Rechtschreibunterricht an den Grundschulen solle verbindlicher werden. Die umstrittene Methode <em>"Lesen durch Schreiben"</em> werde begrenzt."<br><br>Immerhin könnte man sich nun darüber freuen, dass Frau Gebauer nicht die medial dauerfalsche Bezeichnung "Schreiben nach Gehör" benutzt.<br><br>Dass seit vielen Jahren zu kurz gedacht wird, das lese ich nirgendwo.<br><br>Sprechen kann ich immer nur über NRW. Hier zumindest wurde das Einschulungsalter der Kinder sukzessive herabgesetzt. Die Lehrpläne jedoch sind seit 2008 dieselben geblieben. Ein Agieren also gegen jegliche entwicklungspsychologischen Erkenntnisse.<br>Die Abschaffung der Vorschulklassen und der Möglichkeit, Kinder zurückzustellen (auch ohne erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen) waren und sind eine weitere Ursache dafür, dass hier im Lande bildungspolitisch nicht alles optimal läuft.<br><br>Wir überfrachten die Grundschulen mit Aufgaben und Arbeitsbereichen, die Elternhäuser heute - wenn überhaupt - nur bedingt abdecken können.<br>Schule ist längst zu einem Servicebetrieb verkommen, dem versagt bleibt, sich auf die Kernaufgaben zu besinnen.<br><br>Der Aufschrei der Empörung und des Entsetzens ist ein künstlicher, denn längst schon weisen Schulleitungen immer und immer wieder auf Missstände und Fehlpolitik hin.<br>Und das, um wohlgemerkt die Konsequenzen im Form von verbaler Schelte zu spüren.<br><br>Wenn man kritisiert, hat man in der Regel "das System nicht verstanden" oder hat ein "falsches Verständnis von unserem Schulsystem".<br><br>Unzureichend universitär ausgebildete Lehramtsstudenten gehen in das&nbsp; - verkürzte - Referendariat, um dort dann mit Realitäten konfrontiert zu werden, die im besten Fall nur frustrieren und nicht zur sofortigen Aufgabe und zum Scheitern verurteilen.<br><br>Bildungspolitische Entscheidungen und Rückentscheidungen - man denke nur an die unsägliche Kopfnotendiskussion - führen zu intensiver und am Ende nutzloser Arbeit, &nbsp;die wir besser in Unterrichtsentwicklung hätten inverstieren können.<br><br>Wir reformieren alles und das beständig. Ein zur Ruhe kommen, ein einfaches Arbeiten ein Fokussieren auf Wesentliches ist in den letzten Jahren nur sehr bedingt möglich gewesen.<br>Wenn man das einfordert, wenn man sich gegen eine reine Papierschule stemmt, &nbsp;wenn man das Wort ergreift, wenn man nicht mainstream handelt, dann wird Funktionskompetenz infrage gestellt und man wird rüde angewiesen, den Erwartungen zu entsprechen.<br><br>Nun schreien wir also gekünstelt auf.<br><br>Jüngere Kinder, größere Klassen, nicht modifizierte Lehrpläne, personelle Unterversorgung, Inklusion, Integration, ein Projekteüberfluss und ein Reformirrsinn sind unsere Schulrealität.<br>Und darin erleben wir wunderbare Kinder, die wir nicht auf eine reine Rechtschreibleistung reduziert wissen möchten.<br>Ja, Rechtschreibung ist wichtig, aber das sind andere Kompetenzen auch.<br><br>Wer schreibt darüber, dass die Kinder viel selbstständiger sind als noch vor einigen Jahren? Dass sie reflektierter sind und teamfähiger? Dass sie das Lernen lernen, vielfältige Lernwege kennenlernen und es ihnen gelingt, trotz teilweise sehr suboptimaler häuslicher Bedingungen überhaupt zu lernen?<br><br>Schaut überhaupt jemand mal IN die Systeme? Geht jemand in den Unterricht, in die Klassen und beobachtet?<br>Erfasst jemand die Hintergründe, die Zusammenhänge und die Strukturen?<br><br>Es ist nicht damit getan, <em>"Lesen durch Schreiben"</em> zu begrenzen. Mir graust es bei dieser Feststellung. Wo bitte lehrt denn jemand so, wie die pauschale Medienschelte es beschreibt?<br>Das Rechtschreibproblem hat gänzlich andere Ursachen, aber es ist natürlich viel simpler, die breite Masse mit Schlagworten abzuspeisen und im Glauben zu lassen, damit würde alles gut.<br><br>Nichts wird gut.<br><br>Gut kann es nur dann werden, wenn Lehrpläne geprüft und modifiziert werden, die Lehrerausbildung sich qualitativ verbessert und Grundschule sich endlich wieder auf das besinnen darf, was ihre Aufgabe ist: Einen fundierten Grundstein zu legen, um Kindern eigene, differenzierte Lernwege zu eröffnen.<br><br>Wenn Schulleitungen nicht länger zugeschüttet werden mit Statistiken und Statistiken der Statistiken. Mit unzähligen Tabellen, die am besten sofort und unmittelbar mit schnöden Zahlen ausgefüllt werden müssen. Wenn Schule wieder vom Papier in die Realität gelangen darf - das wäre ein erster guter Anfang.<br><br>Wenn man uns einfach unsere Arbeit machen ließe.<br>Denn die machen wir gut.]]></description>
				<pubDate>Sun, 15 Oct 2017 05:24:18 +0200</pubDate>
				<category>Gedanken</category>		
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				<title>Lehrer gegen Lehrer</title>
				<link>http://www.eisbaerenklasse.de/kommentare/lehrer-gegen-lehrer....82/</link>
				<description><![CDATA[Die&nbsp;wenig&nbsp;nachhaltigen&nbsp;bildungspolitischen&nbsp;Veränderungen&nbsp;in&nbsp;unserem&nbsp;Lande,&nbsp;die&nbsp;mangelhaft&nbsp;bis&nbsp;unzureichend <br>vorausgeplante&nbsp;Inklusion&nbsp;sowie&nbsp;die&nbsp;unterschiedliche&nbsp;Bezahlung&nbsp;einzelner&nbsp;Lehrämter&nbsp;führt&nbsp;vermehrt&nbsp;zu<br>Missgunst, Neid, Wut, Empörung und Unverständnis innerhalb der Lehrerschaft.<br>Das ist zumindest das, was ich in diversen Foren, Facebookgruppen und Newsgroup seit längerer Zeit beobachten kann.<br><br>Nun mag das sicherlich nicht repräsentativ sein, was ich lese und dadurch beobachte, aber es bereitet mir Sorgen, denn die Emotionalität verhindert eine sachliche Diskussion, trägt nicht zur eigenen Zufriedenheit bei und führt zu wenig konstruktiven Lösungsansätzen.<br><br>Als Beispiel versuche ich anhand des Themas Inklusion zu beleuchten, was mir aufgefallen ist und nach wie vor vermehrt auffällt.<br><br><br><div style="text-align:center"><img src="http://www.eisbaerenklasse.de/images/kunde/fotos/schwein3.jpg" width="483" height="363"></div><br><br><br>Es scheint, als durchliefen wir Lehrer unterschiedliche Phasen, was den Umgang mit der Inklusion angeht.<br>Ich möchte die erste Phase einfach mal plakativ <strong>"das Tal des Jammerns"</strong> nennen.<br>Eine Phase, die ich ebenso durchlaufen habe wie die meisten meiner Kolleginnen und Kollegen.<br><br>Empörung darüber, was wir als Grundschullehrer noch alles leisten sollen.<br>Angst davor, keinem Kind mehr gerecht werden zu können.<br>Unverständnis darüber, dass wir mit einem Mal die Arbeit der gut ausgebildeten Sonderpädagogen mitübernehmen sollen.<br>Wut darüber, dass die Politik sich derart an Kindern mit ausgewiesenen Förderschwerpunkten vergeht.<br><br>Eine sehr emotionale Phase, die zunächst wenig Spielraum für Reflexionen und das Überdenken von alternativen Möglichkeiten zulässt.<br><br>Es folgt häufig die Phase des <strong>"blinden Aktionismus"</strong>.<br>Gehetzt und verfolgt von dem Gedanken "ich muss aber" arbeiten wir hektisch daran, allen Kindern gerecht zu werden, schreiben bis tief in die Nacht Förderpläne, erstellen Unterrichtsmaterialien, lesen uns hier ein und dort ein und sehen doch kein Land.<br>Wir telefonieren hinter Hinz und Kunz hinterher, durchblättern unzählige Handbücher und Ratgeber und fühlen uns verloren und allein gelassen.<br>Wir arbeiten uns aus dem Leben, sind frustriert und müde und erkennen, &nbsp;dass wir nicht leisten können, was uns - so scheint es - auferlegt wird.<br>Dies führt unweigerlich zum Rückfall in <strong>"das Tal des Jammerns"</strong> und zwar immer wieder und sehr regelmäßig.<br>Natürlich ist das so, denn ich werde auf dieser Art und Weise weder den Kindern, noch mir selbst gerecht.<br>Ich bin zum Scheitern verurteilt.<br><br>Dies zu erkennen ist mitunter schwierig, denn die meisten Kolleginnen und Kollegen arbeiten mit sehr viel Herzblut und enormen Engagement. Sie fühlen sich schlecht, wenn sie hinter ihren eigenen Erwartungen und denen anderer zurückbleiben.<br>Das ist der Zeitpunkt, an dem Schulleitung unbedingt einschreiten muss und <strong>"die Reißleine ziehen muss"</strong>.<br><br>Den blinden Aktionismus zu stoppen ist meines Erachtens nach die wichtigste Phase. Einigen gelingt das allein, andere benötigen den Rückhalt der Schulleitung. Verdient haben alle diesen Rückhalt.<br><br>Denn:<br><br>Ich bin Grundschullehrerin.<br>Ich habe keine Ausbildung als Sonderpädagogin.<br>Ich kann die Arbeit eines ausgebildeten Sonderpädagogen nicht leisten.<br>Ich muss all das, was ich mir selbst auferlege nicht leisten.<br>Ich muss für mich akzeptieren, dass ich lediglich innerhalb bestimmter - meist nicht beeinflussbarer -  Rahmenbedingungen agieren kann.<br>So gut es mir durch meine Ausbildung möglich ist.<br>Ich muss meine Wut ablegen, weil sie mich hindert nach anderen Wegen und Möglichkeiten Ausschau zu halten.<br>Ich muss meine eigenen Grenzen erkennen und akzeptieren.<br><br>Schulleitung hat die weitere Aufgabe an entsprechenden Stellen zu kommunizieren, was möglich ist und was eben nicht.<br>Das ist den Kolleginnen und Kollegen nicht in derselben Weise möglich wie uns als Schulleitung, also müssen wir Schulleiter aufstehen, unbequem werden und Rückgrat zeigen.<br>Wir müssen transparent machen, welch ein Vergehen an den Kindern stattfindet und unser Team schützen und stärken.<br><br>Erst im weiteren Schritt ist es möglich, in die Phase des <strong>"Umdenkens und &nbsp;Handelns"</strong> einzutreten.<br><br>Als Team kann man nun, wenn man die emotionalen Phasen durchlaufen hat, gemeinsam schauen, welche kleinen bis großen Veränderungen sind uns möglich, die helfen, Kindern gerechter zu werden.<br>Was kann am Unterricht geändert werden, am Zeitmanagement, an der Notengebung?<br>Wie gehen wir mit Lehrwerken um, mit Vergleichsarbeiten mit Zeitfressern wie diversen zu schreibenden Plänen, die niemandem nutzen?<br><br>Wir können anfangen im Kleinen, im eigenen System Dinge zu verändern, die den Kindern und uns entgegenkommen.<br>Wir haben nun die Möglichkeit, offen und unemotional über den Tellerrand zu schauen und nach neuen Wegen für uns und unsere Schule zu suchen.<br><br>Natürlich ist uns dabei stets bewusst, dass wir nie ein Optimum erreichen werden.<br>Doch statt weiterhin an den falschen Stellen darüber zu wüten, richten wir Appelle an die richtigen Stellen und entwickeln unsere Schule dennoch weiter.<br><br>Ganz viele Schulen sind mittlerweile an diesem Punkt angekommen. Natürlich gibt es Rückfälle in "das Tal des Jammerns", aber zu wissen, dass Wut blockiert hilft, sie abzustreifen.<br><br>Nun geschieht - und das verblüfft mich immer wieder - folgendes im Netz.<br>Kolleginnen und Kollegen beschreiben ihren Weg oder den Weg ihrer Schule mit Inklusion umzugehen und werden von anderen Kollegen - die sich nach wie vor in der ersten von mir beschriebenen Phase befinden - angegriffen.<br>Man wirft den Schulen und Kollegen "das Schönreden der Inklusion vor", man fragt wiederholt nach, "ob denn das Beste für jedes Kind machbar ist?" und man prangert nach wie vor an, was man an anderer Stelle anbringen muss: Das Problem der fehlenden Ressourcen.<br>Dabei wird unterstellt, dass Teams, die sich auf den Weg machen und die ersten beschriebenen Phasen erfolgreich hinter sich lassen konnten, unkritisch mit dem Iststand der Inklusion umgehen.<br>Das empfinde ich als zu kurzsichtig.<br>Nur, weil man sich konzeptionell neu orientiert, um für sich und das eigene kleine System neue Möglichkeiten zu schaffen, heißt das nicht, dass man unkritisch alles hinnimmt, was die Politik einem vorsetzt.<br>Dieser Vorwurf ist in vielen Fällen unberechtigt und haltlos.<br><br>Es ist die Wut, in die man nach wie vor verfangen ist, die einem Reflexion und Wege verschließt und die letztlich manchmal an ganz falscher Stelle landet.<br><br>Das ist bedauerlich. Sich auf neue Wege zu begeben bedeutet nicht, ganz klar zu kommunizieren, dass Inklusion so, wie sie hier derzeit gelebt wird, immer auf Kosten von Kindern und Kollegen geht.<br><br>ABER uns bleibt immer die Möglichkeit das Beste aus einer unschönen Situation herauszuholen.<br>Gemeinsam.<br>Im Team.<br>Nicht unkritisch, im Gegenteil.<br><br>Inklusion darf nicht dazu führen, dass Lehrer sich gegen Lehrer wenden. <br>Wenn wir anfangen, uns gegenseitig Dinge zu unterstellen, die nicht der Wahrheit entsprechen, untergraben wir unsere eigenen Möglichkeiten und werden nicht weiterkommen.<br><br>Wut ist nie ein guter Ratgeber!<br><br>Wir können nur etwas bewirken, wenn wir die Debatte versachlichen und uns auf das besinnen, was wir können.<br>Wir können nicht die Professionen anderer Lehrämter übernehmen.<br>Von meinem Zahnarzt erwarte ich nicht, dass er abends rasch ein Handbuch liest und mir am nächsten Morgen die Gallenblase entfernt.<br><br>Von mir erwarte ich auch nicht, dass ich mir die Kompetenzen einer Sonderpädagogin autodidaktisch aneigne.<br>Aber ich erwarte von mir, dass ich mit dem, was ich habe, das Bestmögliche für die eigene Schule, die Kinder und das Team bewirke und lerne, mich damit zufriedenzugeben, dass mehr als mein Bestes geben nicht geht.<br><br>Und politische Kämpfe führe ich an anderer Stelle.<br>Unbequem, kritisch und ausdauernd.<br><br>Wir haben mit all den engagierten Lehrerinnen und Lehrern um uns herum "Schwein gehabt" und das ist es, was mehr gewürdigt werden muss.<br>Von vielen Seiten!]]></description>
				<pubDate>Sun, 27 Aug 2017 08:46:41 +0200</pubDate>
				<category>Gedanken</category>		
				<guid>http://www.eisbaerenklasse.de/kommentare/lehrer-gegen-lehrer....82/</guid>
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				<title>Zeitmanagement</title>
				<link>http://www.eisbaerenklasse.de/kommentare/zeitmanagement....81/</link>
				<description><![CDATA[Unsere&nbsp;Schule&nbsp;wird&nbsp;derzeit&nbsp;von&nbsp;314&nbsp;Schülerinnen&nbsp;und&nbsp;Schülern&nbsp;in&nbsp;13&nbsp;Klassen&nbsp;besucht.&nbsp;Für&nbsp;uns&nbsp;als&nbsp;Schulleitung -&nbsp;bei&nbsp;vollem&nbsp;Deputat,&nbsp;also&nbsp;28&nbsp;Wochenstunden -&nbsp;bedeutet&nbsp;das,&nbsp;dass&nbsp;uns&nbsp;21&nbsp;Verwaltungsstunden&nbsp;zustehen.<br><br>Aufgrund personeller Engpässe haben wir im vergangenen Schuljahr bereits auf sechs bis sieben dieser Stunden verzichtet und bei eigener Klassenführung jeweils 20 bzw. 21 Wochenstunden unterrichtet.<br><br>Das erfordert ein sehr straffes Zeitmanagement und häufig das Rückbesinnen auf unser Kerngeschäft.<br><br><br><div style="text-align:center"><img src="http://www.eisbaerenklasse.de/images/kunde/jpgs/entwicklung.jpg" style="width:450px;height:293px"></div><br><br><br>Glücklicherweise bin ich ein Morgenmensch und somit in der Regel spätestens um 5.45 Uhr oder auch mal 6.00 Uhr im Büro.<br>Das ist die ruhigste Zeit in der Schule, denn ich habe sie für mich allein.<br><br>Bei einer entspannten Tasse Tee ist die erste Arbeit, die nahezu täglich anfällt, &nbsp;den Vertretungsplan zu schreiben bzw. zu aktualisieren.<br>Anschließend widme ich mich den Verwaltungsaufgaben, irgendetwas muss immer verschriftlicht, ausgefüllt, beantwortet, statistisch erfasst oder dokumentiert werden.<br><br>Die Kollegen werden rasch über den Vertretungsplan informiert und ich strukturiere kurz den Tag für mich.<br><br>Um 6.30 Uhr trifft unser (weltbester!) Hausmeister ein und nach einem kurzen privaten Plausch besprechen wir, was am Tag bzw. in der Woche anliegt und erledigt werden muss.<br><br>Ab ca. 7.00 Uhr treffen nach und nach die Kolleginnen und Kollegen ein und jeder schaut rasch bei uns im Büro vorbei, sei es um kurz schulische Dinge zu klären, privat zu berichten oder einfach um "Hallo" zu sagen.<br>Das empfinde ich als sehr nett und angenehm und vor allem auch als wichtig.<br><br>Die Konrektorin trifft auch gegen 7.00 Uhr ein und wir gehen den Tag durch und klären, was anliegt, wie wir vorgehen und wer günstigerweise welche Aufgabe davon übernimmt.<br>Auch hier findet durchaus ein privater Austausch statt, den ich nicht missen möchte.<br><br>Ab 7.30 Uhr wird es ein klein wenig hektischer. Aus dem Kopierraum ertönt in der Regel Stöhnen, weil a) der Kopierer streikt oder b) zu viele Menschen kopieren möchten.<br><br>Unsere Sekretärin trudelt ein und legt uns Infos vom Anrufbeantworter auf den Schreibtisch, die abgearbeitet werden müssen. <br>Eltern stehen zuweilen mit einem Male im Büro, entweder, weil sie sich beschweren möchten oder eine Frage haben.<br><br>Die Parkplatzsituation wird unübersichtlich und wir versuchen aus dem Bürofenster heraus oder direkt an der Straße einzugreifen und zu vermitteln.<br><br>Um 7.50 Uhr beginnt dann der Unterricht mit unserem Offenen Anfang und wir begeben uns in unsere Klassen.<br><br>Jetzt dreht sich erst einmal alles um die Kinder. Bis 11.30 Uhr sind wir (als Schulleitung) immer im Unterricht, manchmal auch bis 12.30 Uhr.<br>Die Klasse(n) musste(n) jedoch sehr schnell lernen, selbstständig weiterzuarbeiten, wenn ich - wenn wir - in dringenden Fällen aus dem Unterricht gerufen werden, um auf Schulleitungsebene zu agieren.<br><br>Das geschieht immer wieder einmal und lässt sich leider auch nicht ganz vermeiden.<br><br>In der Pause versuchen wir zumindest uns ins Lehrerzimmer zu setzen. Meistens erfolglos, da wir in der Regel ans Telefon oder zu Gesprächen gerufen werden.<br>Um 11.30 Uhr in der Pause ist das besser. Da ist das Sekretariat nicht mehr besetzt, der Anrufbeantworter läuft und nur wenige Menschen rufen die Durchwahl ins Schulleitungsbüro an. <br>Das sind entweder das Schulamt oder der Schulträger (oder penetrante Vertreter, die wir aber jedoch immer direkt wieder verabschieden).<br><br>Nun beginnt unsere Bürozeit.<br>Die Tür bleibt offen, so dass jeder, der uns sprechen möchte zu uns kommen kann.<br><br>Das eigentliche Schulleitungstagesgeschäft findet dann jetzt statt.<br>Es ist eine wunderbar unruhige Zeit, nicht zu vergleichen mit dem ruhigen Tagesstart.<br>Es gibt immer etwas zu besprechen, zu organisieren, zu koordinieren, auszufüllen, zu planen und zu erstellen.<br><br>Kinder, Eltern und Mitarbeiter geben sich die Klinke in die Hand und meistens gibt es tagesaktuelle Probleme, die sofort geklärt werden müssen.<br>Es ist eine abwechslungsreiche Zeit und man weiß morgens nie, was mittags geschehen wird.<br><br>Es ist eine laute, trubelige und von Entscheidungen geprägte Zeit, in der auch durchaus mal kontrovers diskutiert wird.<br><br>Manchmal gelingt es uns, in die Mensa zu huschen und mit den Kindern mitzuessen bzw. uns ein Essen ins Büro zu holen.<br><br>An den meisten Tagen finden Konferenzen, Netzwerktreffen oder Meetings ab 14.00 Uhr statt.<br>Wobei damit keine internen schulischen Konferenzen gemeint sind, die reduzieren wir auf fünf bis maximal sechs im Halbjahr, sondern eher Schulträgersitzungen, Schulleiterdienstbesprechungen bzw. diverse Netzwerktreffen oder Stiftungskonferenzen.<br><br>An Tagen ohne weitere Termine verlassen wir die Schule meist zwischen 15.00 Uhr und 15.30 Uhr, um dann irgendwann noch einmal am heimischen Rechner Unterricht vorzubereiten oder anderes zu planen.<br>Manchmal gibt es natürlich noch Abendtermine, Sprechtage, Elterninfoveranstaltungen etc.<br><br>Und natürlich gehen wir manchmal auch eher nach Hause. Sei es, weil wir alles zügiger abarbeiten konnten oder aber aus dem Gefühl heraus, eine kleine Auszeit zu brauchen.<br>Dann endet der Vormittag, was selten vorkommt, bereits gegen 13.30 Uhr&nbsp; - zumindest in der Schule.<br>Der heimische Schreibtisch hält ja zu jeder Uhrzeit einen Platz für uns bereit.<br><br>Wir haben gelernt, uns auf das Kerngeschäft zu besinnen. <br>Das bedeutet zum einen, der Unterricht wird knackig und ohne allzuviel Bastelei vorbereitet.<br>Stundenlanges Laminieren und Ausschneiden wird auf ein Minimum begrenzt.<br><br>Wir überlegen genau, welches Telefonat notwendig ist und welches Formular wirklich sofort und unmittelbar ausgefüllt werden muss.<br>Unser Anspruch ist es, keine Papierschule zu sein und zu werden, sondern eine lebendige Schule.<br>Aus diesem Grunde habe schulentwicklungseigene Vorhaben immer Vorrang und der Schreibkram landet durchaus erstmal in der Ablage.<br><br>Unsere Schülerinnen un Schüler gehen vor. Es sind die Kinder, um die es geht und nicht die Dokumente. So versuchen wir, Schule zu leben und weiterzuentwickeln.<br><br>Mal gelingt uns das sehr gut, mal müssen wir drei Schritte rückwärts gehen, um neuen Anlauf zu nehmen.<br><br>Wie überall und immer im Leben.<br><br>Ich habe das große Glück in einem Beruf arbeiten zu dürfen, der mich voll und ganz ausfüllt und glücklich macht.<br>Darüber bin ich sehr froh und dankbar!]]></description>
				<pubDate>Fri, 28 Jul 2017 06:36:38 +0200</pubDate>
						
				<guid>http://www.eisbaerenklasse.de/kommentare/zeitmanagement....81/</guid>
			</item>
			<item>
				<title>Dienstags-Detektive</title>
				<link>http://www.eisbaerenklasse.de/kommentare/dienstags-detektive....80/</link>
				<description><![CDATA[Zehn Märchen-Montage waren zehn erfolgreiche Schultage, die unsere Schulwochen und unseren Schulalltag sehr bereichert und belebt haben. Nun wurde es jedoch Zeit für etwas Neues.<br><br><br><div style="text-align:center"><img src="http://www.eisbaerenklasse.de/images/kunde/fotos/detektive3.jpg" style="width:500px;height:375px"></div><br><br>Bereits zum zweiten Mal wurden wir heute zu den "Dienstags-Detektiven". <br>Während wir in der vergangenen Woche den Frühling "ausspioniert" und mit allen Sinnen entdeckt haben, waren wir heute "Schuldetektive".<br><br>In der vergangenen Woche haben wir zunächst darüber gesprochen, was Detektive sind und was sie zu tun haben. Anschließend haben wir ein Detektiv-Portfolio angelegt, in dem wir alle Ergebnisse unserer "Detektiv-Dienstage" sammeln.<br><br>Heute ging es mit einem Auftragszettel und in kleinen Gruppen - je drei bis fünf Schüler - daran, die Schule und den Schulhof zu erkunden.<br>Da musste viel gezählt, viel gefragt und eine Menge herausgefunden werden.<br><br>In jeder Gruppe befand sich mindestens ein Kind, das den Auftragszettel nachlesen konnte, sofern die diesbezüglichen Erklärungen in Vergessenheit geraten waren.<br><br>Leise, langsam und höflich sollten sich die Gruppen durch die Schule bewegen, um möglichst die anderen Kinder und Klassen nicht zu stören.<br>Das klappte - nun sagen wir mal - bedingt. Der eine oder andere Hinweis, die Flüsterstimme zu benutzen, musste doch gegeben werden.<br><br>Die Aufträge wurden allesamt erfüllt, eigene wurden dazu erfunden und viele Entdeckungen gemacht.<br><br>Im Bänkekreis reflektierten wir mittels <a></a><a href="https://www.zaubereinmaleins.de/kommentare/eisbaeren-reflexionskarten....1547/" target="_blank">Reflexionskarten</a> den Tag, nachdem wir erst unsere Ergebnisse miteinander verglichen hatten.<br><br>Die Ergebnisse wurden natürlich in das Portfolio eingeklebt:<br><br><br><div style="text-align:center"><img src="http://www.eisbaerenklasse.de/images/kunde/fotos/detek3.jpg" style="width:500px;height:374px"></div><br><br>Alles in allem war der zweite Detektiv-Dienstag sehr erfolgreich. Die Kinder haben nicht nur sehr viel entdeckt und herausgefunden, sie haben vor allem auch trainiert, sich in Gruppen zu arrangieren. Das war und ist nicht immer einfach.<br><br>Ich bin gespannt, was der nächste Detektiv-Dienstag bringen wird!]]></description>
				<pubDate>Tue, 16 May 2017 16:25:16 +0200</pubDate>
						
				<guid>http://www.eisbaerenklasse.de/kommentare/dienstags-detektive....80/</guid>
			</item>
			<item>
				<title>Unpopuläre Entscheidungen</title>
				<link>http://www.eisbaerenklasse.de/kommentare/unpopulaere-entscheidungen....79/</link>
				<description><![CDATA[Unsere Schule hat sich entschlossen, das <a href="https://www.jekits.de/" target="_blank">JeKi/JeKITS</a> Programm auslaufen zu lassen und das wohlwissend, dass es sich hierbei um eine eher unpopuläre Entscheidung handelt.<br>Schule wird heutzutage mehr denn je als Servicebetrieb verstanden. Alles, was man in den Schulalltag integrieren kann, entlastet die Eltern im Nachmittagsbereich und im Privatleben.<br><br>Für uns als Schule bedeutet das an vielen Stellen einen erheblichen und nicht immer leistbaren organisatorischen Mehraufwand, der häufig nicht in Relation zum Ergebnis steht.<br><br><div style="text-align:center"><img src="http://www.eisbaerenklasse.de/images/kunde/fotos/jeki3.jpg" style="width:400px;height:533px"></div><br><br>Das Ziel von JeKi/JeKITS, auch jene Kinder an die Musik heranzuführen, die im privaten Umfeld diese Möglichkeit eher nicht erhalten, ist an unserer Schule insofern gescheitert, als dass sich herausgestellt hat, es reicht nicht aus, einem Kind einmal wöchentlich die Gelegenheit zu geben Instrumentalunterricht zu erfahren, wenn zu Hause niemand darauf achtet, dass das Instrument wertschätzend behandelt wird, geübt wird und zum Unterricht auch mit in die Schule gebracht wird.<br><br>Die Gruppenkonstellationen erwiesen sich häufig als echte Herausforderung für die Kolleginnen und Kollegen der Musikschule - die im Vormittagsbereich nun nur noch von Schule zu Schule hetzen müssen - und die es gewohnt waren, am Nachmittag wohlbehütete und motivierte Kinder in ihren Gruppen vorzufinden.<br><br>Die Stundenplangestaltung erwies sich als kaum mehr zu bewerkstelligen, da es an Räumen und Möglichkeiten mangelt, den Musikschulunterricht so zu integrieren, dass die Kinder nicht aus ihren Kernfächern gezogen werden müssen, andererseits die Violinengruppe aber nicht gerade neben den arbeitenden anderen Klassen probt.<br><br>Das neue JeKITS Programm dann erweist sich als gänzlich undurchdacht, denn die Kinder starten zeitglich mit Instrumentalunterricht und Orchester, was relativ sinnlos ist, wenn sie ihr Instrument noch gar nicht spielen können. Nach einem Jahr Instrumentalunterricht endet das Programm&nbsp; dann wieder und die Eltern, die ihre Kinder weiterhin musikalisch unterstützen möchten, müssen ohnehin in den Nachmittagsbereich der Musikschule wechseln.<br>Das gelingt den wenigsten.<br><br>Die Organisation rund um das Landesprogramm erwies sich immer wieder als ärgerlich. Während für uns schulische Kernaufgaben im Vordergrund stehen, mussten Ausflüge und schulische Aktivitäten rund um das Programm organisiert werden. Bei zahlreichen Gruppen kaum mehr möglich, ohne dass nicht hin und wieder JeKITS Unterricht zugunsten eines Ausflugs oder einer anderen Aktivität ausfallen musste und muss.<br>Das wiederum störte natürlich jene Eltern, die das Programm bezahlen. Natürlich möchte man die volle Leistung für das, was man bezahlt.<br><br>Zusammengefasst lässt sich sagen, dass das Programm an unserer Schule den Schulbetrieb an vielen Stellen derart negativ beeinflusst, dass der Nutzen und die Sinnhaftigkeit nicht mehr gegeben ist und das trotz aller Anstrengungen und guter Kooperation mit der Musikschule.<br><br>Eine Rückbesinnung auf die eigentlichen Aufgaben von Schule ist manchmal notwendig, um die Kernaufgaben qualitativ gut zu bewältigen. Und das ist es, was wir möchten.<br><br>Nicht immer populär, aber für unsere Schule sinnvoll.]]></description>
				<pubDate>Sun, 05 Mar 2017 07:59:53 +0100</pubDate>
						
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				<title>Die Schnipselkiste</title>
				<link>http://www.eisbaerenklasse.de/kommentare/die-schnipselkiste....78/</link>
				<description><![CDATA[Neben dem Fördern, das einen hohen Stellenwert im inklusiven Unterricht einnimmt - und das berechtigterweise - möchte ich aber auch das Fordern nicht vergessen. Manchmal hat man gar das Gefühl, direkt diskriminierend zu werden, nur wenn man von "leistungsstarken" Kindern spricht. Natürlich wissen wir alle, dass jedes Kind auf seine ganz eigene Weise leistungsstark ist, dennoch gibt es eben auch in jeder Lerngruppe Kinder, die aus den unterschiedlichsten Gründen schneller lernen, einen rascheren Überblick haben oder auch durchaus mehr Motivation zeigen (können).<br><br>Diese Kinder möchte ich keinesfalls aus den Augen verlieren und ich möchte sie auch nicht zu reinen Selbstlernern werden lassen. Ihnen gebührt die gleiche Aufmerksamkeit und Zuwendung wie den anderen Kindern der Klasse.<br><br>Und somit steht ihnen durchaus auch das ein oder andere spezifische Material zu.<br>Und das kann etwas sehr Einfaches sein.<br>Wie zum Beispiel unsere Schnipselkiste.<br><br><br><div style="text-align:center"><img src="http://www.eisbaerenklasse.de/images/kunde/fotos/kiste3.jpg" style="width:400px;height:470px"></div><br><br>"Schnipselkiste", weil sich darin sehr viele unterschiedliche Bilderschnippsel befinden. Kleine, quadratische schwarz-weiß Bilder aus unterschiedlichen Bereichen und zu unterschiedlichen Themen.<br><br>Die Schnipselkiste ist für Kinder gedacht, die schreiben möchten. Das können einzelne Wörter, kurze Sätze oder bereits kleine Geschichten sein.<br>Denkbar wären auch einfach nur Anfangssilben oder eine Wörtersammlung.<br><br>Dazu wählt das Kind einen Bilderschnipssel aus. Klebt ihn entweder in ein eigenständig angelegtes Schnipselheft oder auf ein Blatt Papier und schreibt zu dem entsprechenden Bild Wörter, Sätze oder kurze Geschichten.<br><br><br><div style="text-align:center"><img src="http://www.eisbaerenklasse.de/images/kunde/fotos/roboter3.jpg" style="width:400px;height:147px"></div><br><br>Sofern die Kinder erst einmal das Schreiben für sich entdeckt haben, sind sie in der Regel ja äußerst motiviert, Wörter und Sätze zu verschriftlichen. Einige Kinder benötigen erst gar keine Schnipselkiste, die meisten aber finden die Kiste faszinierend und motivierend.<br><br>Die Bilderschnipsel, das haben wir im Plenum geklärt, dürfen nicht als reine Ausmalschnippsel genutzt werden. Das schränkt die Nutzer der Kiste durchaus ein, denn noch nicht alle Kinder der Klasse sind so weit, dass ihnen eigene Verschriftlichungen&nbsp; gelingen. Für diese Kinder stehen ausreichend andere Materialien bereit.<br><br>Nun möchten die Kinder aber alle gern an diese Schnipselkiste und sind höchst motiviert, dahin zu gelangen, dass es auch ihnen gelingt, entsprechende Verschriftlichungen vorzunehmen.<br><br>Ein einfaches, aber motivierendes Arbeitsmittel.<br>Natürlich könnte ich die Kiste auch mit Zeitungsbildern und Wortmaterial füllen. Den Inhalt kann man ja durchaus hin und wieder variieren, damit der Anreiz gegeben&nbsp; bleibt, mit der Schnippselkiste zu arbeiten.<br><br>Die ersten Ergebnisse waren ganz wunderbar und es ist interessant, zu beobachten, wie unterschiedlich die einzelnen Kinder mit dem Lernangebot umgehen.<br><br><br><div style="text-align:center"><img src="http://www.eisbaerenklasse.de/images/kunde/fotos/karte4.jpg" style="width:400px;height:300px"></div>]]></description>
				<pubDate>Wed, 01 Mar 2017 15:49:18 +0100</pubDate>
						
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