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100 Tage Schulkind

Am Montag ist es so weit.
Am Montag gehen die Kinder in NRW seit 100 Schultagen zur Schule.
Grund genug, den 100. Schultag gebührend zu feiern.



Bereits am 1. Pflegschaftsabend hatte ich den Eltern erklärt, warum ich keine Weihnachtsfeier ausrichten würde, dafür lieber im Februar den 100. Schultag feiern möchte.
Während es in der Adventszeit zahlreiche Weihnachtsfeiern gibt, gibt es den 100. Schultag eines Kindes nur einmal und das ist eine kleine Feier wert.

Die Feier vorzubereiten ist gerade aktuell meine Aufgabe und suche nach Möglichkeiten, passend zum Thema Stationen anzubieten, die die Kinder - möglicherweise gemeinsam mit den Eltern - spielerisch erarbeiten können.

In der Zeit von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr werden wir also den 100. Schultag gemeinsam begehen und die Eltern sind so lieb und kümmern sich um das leibliche Wohl.

Morgens lassen wir uns natürlich den Märchen-Montag nicht nehmen, kümmern uns erst nachmittags, nach Ende des Offenen Ganztags, um diesen besonderen Feiertag.

Die meisten Ideen habe ich mir im Internet zusammengesucht. Insbesondere amerikanische Seiten bieten eine Fülle an Ideen rund um den 100. Schultag.
Auf deutschen Seiten bin ich noch nicht so fündig geworden.

Der bisherige Stand der Planungen sieht so aus, dass wir um 16.00 Uhr gemeinsam beginnen und die Kinder in unserer Aula einige kleine Lieder vortragen, musikalisch unterstützt von vielen Instrumenten.

Die Kinder erhalten ein T-Shirt zum 100. Schultag, das ich sehr günstig bei einer Werbeaktion im Internet erstehen konnte.
Nach den kleinen Vorträgen stelle ich die einzelnen Stationen vor, an denen die Kinder etwas rund um die "100" basteln, erstellen, konstruieren, malen, zählen und bauen können.

Für das leibliche Wohl ist ja, wie ich bereits schrieb, gesorgt und gegen 18.00 Uhr werden wir das Fest mit einem gemeinsamen Lied beenden.

An Stationen sind in Vorbereitung:

- Buttonmaschine zur Erstellung passender Button
- Becherstapelstation an der aus 100 stabilen und recht großen Bechern etwas gebaut werden darf
- Fädelstation für 100er Raupen aus Holzkugeln
- Erstellen einer 100er Vergleichswand, die dann für alle Schüler sichtbar in der Aula hängen bleiben soll
- Basteln/Malen eines 100 Augen Monsters mit Wackelnaugen
- 100er Streichholzschachtel gefüllt mit unterschiedlichen Materialien (Reis etc.)

Über weitere Stationen bin ich mir noch nicht im Klaren, habe das ein oder andere im Auge und muss schauen, was sich in unserem Rahmen noch anbieten lässt.
Vorstellen kann ich mir eine Fotostation, an der man sich verkleiden kann, um so auszusehen, wie etwa in oder mit 100 Jahren.
Weitere Ideen findet man auf amerikanischen Seiten wie dieser hier.

Ich freue mich schon sehr auf dieses kleine Fest und werde das Wochenende nutzen, um die Stationen vorzubereiten. Vielleicht fällt mir bis dahin noch das ein oder andere ein, was unser Fest bereichern könnte.

Susanne Schäfer 07.02.2017, 15.09

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Kommentare zu diesem Beitrag

12. von Karin

Ich feiere das schon seit Jahren mit meinen Klassen, kenne es aus meiner Zeit im bilingualen Bereich.auch dieses Jahr in der 2. Wird gefeiert, alletdings der 101 ste Tag, da ich am 100. Im Kiga bin.tolle Aktion! Viel Spaß euch!

vom 12.02.2017, 21.56
Antwort von Susanne Schäfer:

Danke, den hatten wir.
:-)
11. von Marek

Und ja, auch bei Geburtstagen vergeht eine bestimmte Anzahl an Tagen, nach der gefeiert wird. Allerdings steht das 1. in einer langjährigen Tradition und 2. ist es ein lebensbedeutsames Ereignis. Ähnlich ist es bei Feiertagen, die aus einem gesellschaftlichen oder historischen Kontext heraus legitimiert sind.

vom 09.02.2017, 23.01
Antwort von Susanne Schäfer:

Wenn wir immer alles  nur alten Traditionen entnähmen, käme nichts Neues auf den Weg
Wie langweilig.
;-)
10. von Marek

Es wird gefeiert, nur weil eine bestimmte Anzahl an Tagen vorbei gegangen ist? Eine solche Feier halte ich für sehr fragwürdig.

Kinder erhalten heutzutage leider viel zu häufig irgendwelche Geschenke, ohne sich dafür anstrengen zu //müssen//.

Diese aus den USA stammende Aktion passt da irgendwie ins Bild. (Kommt von dort eigentlich auch mal etwas für Bildungsprozesse Gehaltvolles her?)

Dann schon eher umdrehen: "Ihr habt 100 Tage Zeit... und wenn bis dahin jeder von euch 'diesen' Text lesen / 'dies hier' rechnen kann, DANN feiern wir!" Anstrengen und dann feiern!

vom 09.02.2017, 22.56
Antwort von Susanne Schäfer:

Lieber Marek,

danke für Deine Gedanken zu unserer Feier.
Es wird Dich sicherlich nicht verwundern, dass ich eine grundsätzlich andere Einstellung vertrete.
Fragwürdig finde ich es eher, wenn man gemeinsame Feiern von Leistungen der Kinder abhängig macht.
Es erschließt sich mir auch nicht, warum alle Kinder bis zu einem bestimmten Zeitpunkt Text x oder y lesen müssen, damit sie feiern dürfen.
Feste und Feiern halte ich in der Schule für wichtig - übrigens nicht nur dort.
Gemeinsame Erlebnisse festigen die Klassen- und Schulgemeinschaft, der Elternkontakt auf solchen Feiern ist wesentlich ungezwungenener als auf Pflegschaftsabenden und es ist für mich durchaus leigitim um des Feiern willens zu feiern.

Im Übrigen, wenn wir schon dabei sind zu überlegen, ob Kinder eine Feier "verdient" hätten, so haben
das all diese Kinder ganz sicherlich. Denn das, was jeder einzelne in den letzten 100 Schultagen gelernt und geleistet hat ist mehr, als eine Feier je "aufwiegen" könnte.

Übrigens bin ich der Meinung, nicht alles, was aus Amerika kommt ist schlecht.
Und das dortige Bildungssystem aufgrund einer Feier zu analysieren halte ich dann doch für eher gewagt.

Ich freue mich aber, dass Du hin und wieder Deine Gedanken hier aufschreibst.
Nicht immer sind wir weit voneinander entfernt.
Diesmal schon.
:-)
9. von Frau Weh

Liebe Susanne,
ich habe mit meiner Klasse vor zwei Jahren (angeregt durch besagte amerikanische blogs) ebenfalls eine große Party steigen lassen. Wir haben am Vormittag gefeiert und zur Feier des Tages durften die Kinder ein Kuscheltier mitbringen, mit dem es dann verschiedene Aktionen gab (Parcourslauf, "Fotobox", Abenteuergeschichte schreiben, usw.). Was die Kinder mit am tollsten fanden, war ein Vorhang aus Krepppapierstreifen, den ich an der Klassentür befestigt hatte und durch den die Kinder am Morgen hineinkamen. Ebenfalls gut kamen die 100 Luftballons an, die aufgeblasen im Sitzkreis lagen.

Herzliche Grüße und viel Spaß am Montag,
Frau Weh :-)

vom 09.02.2017, 16.53
Antwort von Susanne Schäfer:

Liebe Frau Weh,

danke für Deine Rückmeldung. Den Vorhang wird es bei uns auf jeden Fall auch geben. Die Sache mit den 100 Luftballons aber eher nicht.
Ich wüsste nicht, wann ich die alle aufblasen/aufpumpen sollte.
:-)

Schön, Dich hier zu lesen.
8. von Sarah

Euch einen schönen Tag mit toller Feier!
Ich habe damals in der eins den 100. Schultag auch gefeiert. Dann haben wir die Schultage weiter gezählt, für mich eigentlich nur so. Für die Kinder aber mit einer anderen Bedeutung, wie ich dann am 150. Tag gemerkt habe. Denn da kam von den Kindern die Frage, was wir denn am 200. Schultag in 50 Tagen machen würden. Mittlerweile sind wir in Klasse 3 und feiern bald unseren 500. Schultag. Die Kinder fiebern diesen Tagen immer sehr entgegen. Wir machen immer eine kleine Aktion im Laufe des Vormittags und basteln etwas zur jeweiligen Zahl verbunden mit dem Klassentier.
Viele Grüße Sarah

vom 08.02.2017, 15.57
Antwort von Susanne Schäfer:

Hallo Sarah,

ich finde, das klingt super.
:-)
Mal schauen, ob wir auch weiter zählen.

Danke für Deine Rückmeldung!
7. von Isabel

Wow, was für eine tolle Idee. Da hätte ich im Leben nicht dran gedacht. Dss wird auf jeden Fall einen roten Eintrag in meine "das würde ich gern mit meiner ersten ersten Klasse machen" Liste bekommen :)
Vielen Dank für die Inspiration!!!
LG isabel

vom 08.02.2017, 11.23
Antwort von Susanne Schäfer:

Ich habe es auch im Internet entdeckt und fand die Idee nachahmenswert!
6. von S. Nickeleit

Tolle Ideen! Super!

vom 08.02.2017, 09.24
Antwort von Susanne Schäfer:

Danke
:-)
5. von Sissi

Hallo Susanne,
wir hatten vor Weihnachten unseren 100er Tag (angeregt durch amerikanische Blogs). Allerdings feierten wir ohne Eltern am Vormittag. Es gab verschiedene Kopfbedeckungen mit 100erLogo, Arbeitsblätter, einen "Vorhang" aus 100 Ringen zu basteln, Würfelspiel. Jedes Kind hatte 100 Sachen derselben Sorte mitbringen sollen. Da wurde dann in Gruppen das Zählen und Sortieren - in Reihen, Häufchen, Schälchen, Bündeln, Stapeln - geübt. Das war nicht so aufwendig (obwohl ich sooo gerne eine Buttonmaschine hätte), hat aber den Kindern gut gefallen. Seither malen wir jeden Tag in der Hundertertafel ein Feld an - vorher haben wir Würfel gelegt und dann in Stangen gewechselt - und verkünden die Zahlen. Auf diese Weise wird schon ein bisschen nebenbei die Zahlenfolge trainiert. Vielleicht setzt sich dieser Tag auch bei uns mehr durch, dann gibt es sicher auch deutsches Material :). Deine Ideen finde ich klasse und werde bestimmt beim nächsten 100er Tag welche davon umsetzen. An dich vielen Dank und eine schöne Feier, Sissi

vom 07.02.2017, 20.10
Antwort von Susanne Schäfer:

Oh, danke für Deinen Kommentar und Deine Ideen.
Das klingt nach einem gelungenen Vormittag bei Euch!
4. von Susanne

Was für eine überaus wunderbare Idee! Die werde ich mir auf jeden Fall für meine nächsten Erstklässler merken... wir ;-) sind jetzt gerade schon im 2. Jahr.
Die "100" fasziniert immer wieder und ist für sie oft eine un-fass-bar grooooße Zahl. Mit so einem Fest wird sie tatsächlich an-fass-bar! Danke fürs Weitergeben der Links und Stationsvorschlage!

vom 07.02.2017, 19.00
Antwort von Susanne Schäfer:

Danke für Deinen Kommentar.
Ich werde dann berichten, wie das Fest angenommen wurde.
3. von Astrid

Wir feiern nächste Woche auch den 100. Schultag. Die Kinder sind schon ganz aufgeregt, haben sie diesen Tag doch selbst geplant und gestaltet (Spielzeiten, Film, Essen...).
Vielen Dank fürs Teilen der Ideen! Da werde ich das ein oder andere sicher noch als besonderes Bonbon einbringen können!
Viele Grüße und viel Spaß bei der Feier!


vom 07.02.2017, 18.19
Antwort von Susanne Schäfer:

Euch dann aber auch viel Spaß!
2. von Andrea

Das ist toll!!!!!!!!!!!!!!

Viele Freude dabei!!!

Liebe Grüße
Andrea aus dem Schwarzwald

vom 07.02.2017, 16.39
Antwort von Susanne Schäfer:

Danke, Andrea!
1. von Dennis Becker

Das ist bestimmt unvergesslich für die Schulkinder!

vom 07.02.2017, 15.53
Antwort von Susanne Schäfer:

Das hoffe ich.
:-)
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Anne
Liebe Susanne, erst einmal ein großes Lob für die vielen liebevoll gestalteten Dinge. Ich möchte im neuen Schuljahr auch eine Eisbärenklasse starten. Gibt es schon Schilder für die Tafel mit den Unterrichtsstunden? LG
21.5.2017-17:17
Melanie
Liebe Susanne,
vielen Dank für deine tollen Texte, darin kann man sich wirklich stundenlang verlieren!
Am Schuljahresanfang hattest du Auf- und Einräumbilder deines Klassenraumes gepostet, mich würde mal interessieren, wie es jetzt so bei dir aussieht, nachdem darin schon eine ganze Weile gelebt wird.
Es grüßt dich ganz herzlich,
Melanie
14.5.2017-19:18
Pepe
Weil nicht sein darf, was nicht sein soll! Mutige, offene Worte. Vielen Dank dafür, Susanne. Genau so sieht es aus.
23.2.2017-16:37
Melli
Liebe Susanne, ich möchte gerne die Gelegenheit nutzen, um dir ganz ganz herzlich für die tolle Idee und natürlich deine süßen Materialien zum Märchentag zu danken. Wir begehen seither den "Märchenfreitag" (stundenplanbedingt) und meine Erstklässler lieben es! Gerade für meine sehr spracharmen Kinder ist es eine tolle Möglichkeit, den Wortschatz zu erweitern und sie zum Sprechen und Erzählen anzuregen. Und ähnlich wie du habe auch ich einen ungemeinen Spaß daran, jede Woche ein neues Märchen vorzubereiten und mal keine Buchstabeneinführung ö.ä. zu machen. Also lieben, lieben Dank!!!
18.2.2017-11:02
Angelika
"Menschen" wie "immer wieder" sollte man einfach ignorieren, Ernst nehmen kann man das nicht. Peinlich trifft es auch ganz gut.
15.1.2017-17:32
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Liebe Kollegin,darf ich den Artikel in unsere
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Ein großartiger Artikel, Susanne! Du solltest
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Anders:
Vielen Dank, dass das mal jemand ausspricht!
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Bine:
Liebe Susanne,sehr guter Beitrag. Auch hier i
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Sabi:
Danke für die klaren Worte!Es ist interessant
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Annelie Rehbein:
Besser hätte ich es nicht ausdrücken können.
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Raphaela Tanha:
Liebe Frau Schäfer,Sie sprechen mir aus der S
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Tamara:
Liebe Susanne, wäre ich nicht so sauer, hätte
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Brigitte Langer:
Ich arbeite seit 38 Jahren an einer Geundschu
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