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Der gekünstelte Aufschrei

Eine Nation ist entsetzt.
Das zumindest meint man seit Freitag, seitdem die Medien sich auf den IQB Bericht stürzen, um über das schlechte Abschneiden unserer Viertklässler in den Grundschulen zu berichten.



Meinungsmachende Menschen jeder Profession äußern sich nun überrascht und erstaunt über diese Ergebnisse.
Und - in NRW zumindest - wird unmittelbar und auf die Schnelle damit reagiert, dass man auf die mediale Rampensau aufspringt und verkündet, "der Rechtschreibunterricht an den Grundschulen solle verbindlicher werden. Die umstrittene Methode "Lesen durch Schreiben" werde begrenzt."

Immerhin könnte man sich nun darüber freuen, dass Frau Gebauer nicht die medial dauerfalsche Bezeichnung "Schreiben nach Gehör" benutzt.

Dass seit vielen Jahren zu kurz gedacht wird, das lese ich nirgendwo.

Sprechen kann ich immer nur über NRW. Hier zumindest wurde das Einschulungsalter der Kinder sukzessive herabgesetzt. Die Lehrpläne jedoch sind seit 2008 dieselben geblieben. Ein Agieren also gegen jegliche entwicklungspsychologischen Erkenntnisse.
Die Abschaffung der Vorschulklassen und der Möglichkeit, Kinder zurückzustellen (auch ohne erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen) waren und sind eine weitere Ursache dafür, dass hier im Lande bildungspolitisch nicht alles optimal läuft.

Wir überfrachten die Grundschulen mit Aufgaben und Arbeitsbereichen, die Elternhäuser heute - wenn überhaupt - nur bedingt abdecken können.
Schule ist längst zu einem Servicebetrieb verkommen, dem versagt bleibt, sich auf die Kernaufgaben zu besinnen.

Der Aufschrei der Empörung und des Entsetzens ist ein künstlicher, denn längst schon weisen Schulleitungen immer und immer wieder auf Missstände und Fehlpolitik hin.
Und das, um wohlgemerkt die Konsequenzen im Form von verbaler Schelte zu spüren.

Wenn man kritisiert, hat man in der Regel "das System nicht verstanden" oder hat ein "falsches Verständnis von unserem Schulsystem".

Unzureichend universitär ausgebildete Lehramtsstudenten gehen in das  - verkürzte - Referendariat, um dort dann mit Realitäten konfrontiert zu werden, die im besten Fall nur frustrieren und nicht zur sofortigen Aufgabe und zum Scheitern verurteilen.

Bildungspolitische Entscheidungen und Rückentscheidungen - man denke nur an die unsägliche Kopfnotendiskussion - führen zu intensiver und am Ende nutzloser Arbeit,  die wir besser in Unterrichtsentwicklung hätten inverstieren können.

Wir reformieren alles und das beständig. Ein zur Ruhe kommen, ein einfaches Arbeiten ein Fokussieren auf Wesentliches ist in den letzten Jahren nur sehr bedingt möglich gewesen.
Wenn man das einfordert, wenn man sich gegen eine reine Papierschule stemmt,  wenn man das Wort ergreift, wenn man nicht mainstream handelt, dann wird Funktionskompetenz infrage gestellt und man wird rüde angewiesen, den Erwartungen zu entsprechen.

Nun schreien wir also gekünstelt auf.

Jüngere Kinder, größere Klassen, nicht modifizierte Lehrpläne, personelle Unterversorgung, Inklusion, Integration, ein Projekteüberfluss und ein Reformirrsinn sind unsere Schulrealität.
Und darin erleben wir wunderbare Kinder, die wir nicht auf eine reine Rechtschreibleistung reduziert wissen möchten.
Ja, Rechtschreibung ist wichtig, aber das sind andere Kompetenzen auch.

Wer schreibt darüber, dass die Kinder viel selbstständiger sind als noch vor einigen Jahren? Dass sie reflektierter sind und teamfähiger? Dass sie das Lernen lernen, vielfältige Lernwege kennenlernen und es ihnen gelingt, trotz teilweise sehr suboptimaler häuslicher Bedingungen überhaupt zu lernen?

Schaut überhaupt jemand mal IN die Systeme? Geht jemand in den Unterricht, in die Klassen und beobachtet?
Erfasst jemand die Hintergründe, die Zusammenhänge und die Strukturen?

Es ist nicht damit getan, "Lesen durch Schreiben" zu begrenzen. Mir graust es bei dieser Feststellung. Wo bitte lehrt denn jemand so, wie die pauschale Medienschelte es beschreibt?
Das Rechtschreibproblem hat gänzlich andere Ursachen, aber es ist natürlich viel simpler, die breite Masse mit Schlagworten abzuspeisen und im Glauben zu lassen, damit würde alles gut.

Nichts wird gut.

Gut kann es nur dann werden, wenn Lehrpläne geprüft und modifiziert werden, die Lehrerausbildung sich qualitativ verbessert und Grundschule sich endlich wieder auf das besinnen darf, was ihre Aufgabe ist: Einen fundierten Grundstein zu legen, um Kindern eigene, differenzierte Lernwege zu eröffnen.

Wenn Schulleitungen nicht länger zugeschüttet werden mit Statistiken und Statistiken der Statistiken. Mit unzähligen Tabellen, die am besten sofort und unmittelbar mit schnöden Zahlen ausgefüllt werden müssen. Wenn Schule wieder vom Papier in die Realität gelangen darf - das wäre ein erster guter Anfang.

Wenn man uns einfach unsere Arbeit machen ließe.
Denn die machen wir gut.

Susanne Schäfer 15.10.2017, 05.24

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Kommentare zu diesem Beitrag

57. von s.o.

Wie sollen Kinder rechtschreiben, wenn schon das rechte Empfinden der Erwachsenen völlig im Wanken ist?....die Verhältnisse in unserer Gesellschaft sind nicht recht; Mittendrin die Angst besetzte Absicherungserziehung; sie gleicht mehr einer völlig verstiegenen Protokollstrecke, als vielfältig lebendiger Potentialentfaltung ; ...so werden ganzen Generationen die wichtigste Freude, die Freude am Lernen, zerstört...was das Desinteresse an der Gesellschaft zur Folge hat.....


vom 05.11.2017, 00.52
56. von Silvia Türlings

Liebe Susanne,
du sprichst (schreist) mir aus der Seele. In meiner neuen Klasse 1 sind 6 (in Worten SECHS) Kinder, die nach alten Maßstäben noch gar nicht eingeschult wären. Einer davon ist (fast) fit, vier sind absolut noch nicht schulreif. Vorschule- schon lange abgeschafft.
Deutschland (als eines der reichsten Länder) liegt 2014 bei allen OECD-Staaten im Vergleich der Ausgaben des Bruttoinlandproduktes für Bildung unter dem Durchschnitt: Hier klicken
Im Vergleich der Bundesländer lag NRW GANZ unten. Hamburg pro Jahr pro Grundschüler ca. 8700 €, bis auf eines alle anderen zwischen 5000-6000 €, bzw. zwischen 6000-7000 €. NRW pro Jahr pro Grundschüler ca. 4800 € (Hier klicken
Dann kommt der Aufschrei der Politik- wie unsäglich heuchlerisch!
Eine Kollegin brachte einmal folgendes Beispiel. Es ist so, als ob man uns sage, wir sollen zum Mond fliegen. Dabei sollen wir unbedingt den Standard der skandinavischen Länder erreichen, die in diesem Thema weit vorne liegen. Wir seien verpflichtet, alles schriftlich zu planen, zu dokumentieren und zu evaluieren, mit der Pflicht zur Rechenschaft- und als Zeichen des guten Willens gebe man uns eine GUTE Grundausstattung- eine Schachtel Streichhölzer!
Liebe Grüße und alles Gute dir,
Silvia

vom 21.10.2017, 16.53
55. von Wernze , Anja

Danke für die wohl gewählten Worte, die mir mitten aus der Seele sprechen! Ich wünsche mir, sie werden an den richtigen Stellen gehört, damit unsere Kinder endlich wieder in Ruhe lernen dürfen!

vom 19.10.2017, 21.40
54. von Münstermama

Was aktuell wieder passiert ärgert mich sehr und ich bin dankbar für diesen großartigen Artikel für den es noch viel mehr Leser aus der Elternschaft braucht. Vielen Dank dafür und wir teilen auf allen Kanälen!

vom 19.10.2017, 18.32
53. von Stephanie Ball

Hallo Frau Schäfer,

wie immer: ein guter Blick auf die Gesamtsituation! Zwar stellen wir in B-Wü noch zurück, aber Vieles ist auch bei uns mit der heißen Nadel gestrickt, zu wenig durchdacht oder dem Wahlkampf geschuldet.
Ich frage mich auch, welcher Politiker wann zuletzt eine Schule besucht, mehrere Schulstunden gesehen und mal einen Blick in die Verwaltung geworfen hat.

Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es ein "Aufwachen" gibt.

1000 Dank für Ihre klugen Worte.

vom 18.10.2017, 18.15
52. von Kirsten Midik

Das nenne ich mal " aus der Seele gesprochen ". Selten eine so gelungene Zusammenfassung der Situation in unseren Schulen gelesen !

vom 18.10.2017, 17.03
51. von Lothar Jacksteit

Liebe Kollegin,
darf ich den Artikel in unserer Stadtverbandszeitung veröffentlichen?

vom 16.10.2017, 21.12
Antwort von Susanne Schäfer:

Natürlich, gern.
50. von frutte55

Ein großartiger Artikel, Susanne! Du solltest ihn an die Presse mit der Bitte um Veröffentlichung schicken!

vom 16.10.2017, 20.01
Antwort von Susanne Schäfer:

Liebe Frutte, danke, das interessiert die Presse nicht wirklich.
:-/
49. von Ulrike Luziwek

Aus vollstem Herzen meine Zustimmung! Ich plädiere dafür, dass ALLE SchultheoretikerInnen und SchulpolitikerInnen zunächst einmal mindestens 4 Wochen im Schulalltag hospitieren und MITARBEITEN müssen, bevor sie ihre tollen Ratschläge und Verordnungen über uns Praxismenschen ausgießen dürfen.....Ganz herzliche Grüße! Frau Luzi

vom 16.10.2017, 19.15
Antwort von Susanne Schäfer:

Ganz herzliche Grüße und ein dickes Danke für den Kommentar zurück.
48. von Anders

Vielen Dank, dass das mal jemand ausspricht! Ich kann nur zustimmen. Meine Realität ist eine Klasse von 20 Kindern (3. Schuljahr). 3 davon haben keinen Migrationshintergrund, 6 sprechen nur sehr gebrochen Deutsch, da sie weniger als 2 Jahre in Deutschland sind. Mein Schultag konzentriert sich hauptsächlich auf Erziehungsarbeit, Unterricht ist teilweise kaum möglich. Jeden Tag sitzen auf Grund kranker Kollegen und mangels Personal aufgeteilte Kinder in den Klassen. Den Morgen über versuche ich die Motivation der Schüler trotz widriger Umstände zuhause, im Schulgebäude, und trotz Materialmangels, sowie dauernder Störungen durch andere Schüler, Zuspätkommer und Eltern, die den Unterricht stören, aufrecht zu erhalten. Die Nachmittage verbringe ich mit der Aktenpflege, Elterntelefonaten und -gesprächen, Gesprächen mit dem Jugendamt, der Polizei, der Schulsozialarbeit. Krank feiern geht nicht, weil "wenn ich auch noch fehle, geht gar nichts mehr". Und die einzige aktuelle Möglichkeit den Personalmangel an unserer Schule zu "verbessern" ist eine Mitarbeiterin aus dem Sicherheitsbereich des Flughafens (da keine anderen Bewerber vorhanden).
Aber es wird sicher alles besser, wenn ich den Rechtschreibunterricht umstelle :D!
Liebe Grüße

vom 16.10.2017, 19.14
Antwort von Susanne Schäfer:

Aus dem Flughafensicherheitsbereich?
Mich wundert langsam gar nichts mehr....
:-O
47. von Bine

Liebe Susanne,
sehr guter Beitrag. Auch hier in Hessen ist es nicht besser. Es wird nur "verschlimmbessert". Ich habe in meiner Klasse Kinder mit sonderpäd. Förderbedarf und die Förderschullehrerin des Beratungs- und Förderzentrums kommt genau eine Schulstunde in der Woche zur Unterstützung. Früher (zu Zeiten der Integration und vor der Inklusion) gab es den GU (Gemeinsamer Unterricht). Da war man dann an den meisten Tagen für einige Stunden doppelt besetzt.
Der Lehrermangel an meiner Schule führt zur Zeit dazu, dass Studenten, die noch nicht einmal, das 1. Staatsexamen haben, Klassenlehrer sind. Auch Gymnasiallehrer unterrichten bei uns. Es gab auch Kollegen, die das 2. Staatsexamen nicht schafften und dann trotzdem bei uns eine Stelle bekamen - einfach aus Fachkräftemangel. Ich habe wirklich das Gefühl, dass viele denken "Grundschullehrer kann jeder". Schade, dass unsere Kompetenz und Professionalität nicht mehr anerkannt und wertgeschätzt werden.
Liebe Grüße
Bine

vom 16.10.2017, 11.52
Antwort von Susanne Schäfer:

Vielen Dank für Deine interessante Rückmeldung. Ich lese hier in den vielen Kommentaren,  dass es vielerorts ähnlich zugeht.
Bleibt zu hoffen, dass sich an vielen Orten vieles ändern wird!
46. von Sabi

Danke für die klaren Worte!
Es ist interessant zu erfahren, dass es in vielen Bundesländern das gleiche Chaos gibt wie bei uns in Baden-Württemberg...
Unqualifizierte Aussagen über angeblich uneffiziente Methoden (Stichwort Schreiben nach Gehör... glaubt jemand ernsthaft, dass das 4 Jahre ohne jegliche Rechtschreibung praktiziert wird??), ständige Fächernamenänderungen, keine zusätzlichen Stunden für Förderunterricht, Streichung der LRS Förderstunden die es jahrelang gab, Klassenzusammenlegungen in Nebenfächern, Englisch bald erst ab Klasse 3, gleichzeitig der Schrei nach Digitalisierung (ich möchte erst einmal, dass meine Schüler ein Heft ordentlich führen können) Streichung von Pflichtstunden morgens damit der Ganztagesbetrieb aufrecht erhalten werden kann ... Ich bin seit 14 Jahren im Schuldienst und habe das Gefühl, es geht schulisch nur bergab. Erschreckend. Der Gipfel sind Nicht-Lehrer oder Gymnasiallehrer an Grundschulen. Das finde ich entwürdigend und zeigt, wie wir Grundschullehrerinnen "wertgeschätzt" werden. Grundschule kann anscheinend jeder ...
Ich gebe dir in allem Recht, Susanne!

vom 15.10.2017, 21.41
Antwort von Susanne Schäfer:

Digitalisierung halte ich für nicht so verwerflich, alles hat seinen Raum und in Maßen gehört es sicher zum schulischen Alltag dazu - bzw. sollte dazugehören.
:-)
45. von Annelie Rehbein

Besser hätte ich es nicht ausdrücken können. Mit langjähriger Erfahrung als Förderschullehrerin kann ich alles unterschreiben, was Sie anmerken. Schade, dass sinnvolle Forschung und praktische Erfahrungen so wenig Eingang in unser Schulsystem finden.

vom 15.10.2017, 19.48
Antwort von Susanne Schäfer:

Herzlichen Dank für die Rückmeldung aus Sicht einer Sonderpädagogin!
44. von Raphaela Tanha

Liebe Frau Schäfer,
Sie sprechen mir aus der Seele.
Viele Menschen, die jetzt aufschreien, wissen bestimmt nicht, dass es Lehrkräfte gibt, die ohne das Fach Deutsch studiert zu haben, Kindern eine unserer elementarsten Kulturtechniken vermitteln sollen. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit und Sie haben eine Fülle weiterer Gründe aufgezählt, die dazu führen, dass wir auf vielen Ebenen eingeschränkt werden, uns unserem Kerngeschäft zu widmen.
Wir könnten mit mehr Ruhe auch Rechtschreiben erfolgreich unterrichten, wenn man es denn als so wichtig erachtet.

Vielen Dank für Ihre klaren Aussagen.
Vielen Dank für Ihr beeindruckendes Engagement.

Es grüßt Sie herzlich
Raphaela Tanha


vom 15.10.2017, 19.36
Antwort von Susanne Schäfer:

Ich danke ganz herzlich für den netten Kommentar!
43. von Tamara

Liebe Susanne,
wäre ich nicht so sauer, hätte ich beim Lesen deines Beitrags geschmunzelt. Ich nehme zur Kenntnis, dass "Schreiben nach Gehör" bei euch in NRW Schuld an allem ist (und wie du richtig anmerkst, wer macht das denn Eins zu Eins - aber Laut-Buchstaben-Zuordnung lernen steht nun einmal am Beginn des Schriftspracherwerbs). Bei uns in Schleswig-Holstein ist das schuldige Konzept ebenfalls gefunden: Die Grundschrift ist's, es soll nun dringend eine verbundene Schrift her. Was die Ministerin nicht überblickt: Die meisten Schulen sind bei verbundenen Schreibschriften geblieben, weil im ganzen Reformwahnsinn der vergangenen Jahre gar keine Zeit war, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Als weitere Maßnahme wird gepriesen, dass im 1. und 2. Schuljahr mehr Unterricht erteilt werden soll. Wo die Lehrkräfte dafür herkommen sollen bei DEM Lehrermangel? Ich weiß nicht wie das bei euch ist, aber nach der 3. Stunde ist bei unseren Kleinen die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit oft schon so gering, bei manchen schon viel eher, dass man seinen effektivsten Unterricht in die frühen Stunden legt.
Meine Forderung ginge in folgende Richtung: Kürzung der Pflichtstunden von 28 auf höchstens 23, mehr Zeit für Teambesprechungen und die vielen vielen Termine mit Erziehungshilfe, Jugendamt, psychologischen Praxen. Das System lebt auch davon, dass unendlich viele von uns für ein Teilzeitgehalt mehr als vollen Einsatz bringen.
Liebe Grüße aus dem Norden!

vom 15.10.2017, 17.43
Antwort von Susanne Schäfer:

Die Grundschrift?
Na, so hat wahrsheinlich jedes Bundesland seinen Sündenbock.
;-)
42. von Brigitte Langer

Ich arbeite seit 38 Jahren an einer Geundschule.
Besser hätte ich meine Meinung nicht schreiben können.
Danke für diese Ausführungen!

vom 15.10.2017, 16.32
Antwort von Susanne Schäfer:

Sehr gerne und danke für den Kommentar!
41. von Anni Sch.

Liebe Susanne,
vielen Dank für deinen Beitrag. In jedem deiner Worte finde ich mich wieder und finde es toll, dass du die (schon lange bekannten) Missstände so öffentlich darlegst. Ich wünschte es würde sich daraufhin etwas ändern!
Liebe Grüße,
Anni

vom 15.10.2017, 15.22
Antwort von Susanne Schäfer:

Liebe Anni,

es wird sich nur etwas ändern, wenn wir etwas ändern.
:-)
40. von Katja

Liebe Susanne,
danke für deine Worte. Schade nur, dass all das was du schreibst schon lange bekannt und auch auch schon von Vielen benannt wurde. Nur leider wird es von der Landesregierung nicht gesehen... Da schimpft man lieber über die Vorgängerregierung, die das ja angeblich alles zu verantworten hat.So leicht ist es ja nicht. Und wenn es so wäre, könnten sie es ja jetzt besser machen. Schlimm nur, dass das alles ja sehr auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird. Von uns Lehrkräften, die sich immer mehr überfordert fühlen, gar nicht zu sprechen.

vom 15.10.2017, 14.10
Antwort von Susanne Schäfer:

Es sind nicht genug, die es benennen. Wir müssen mehr werden....
39. von Lis Schelenz-Cott

Der Artikel findet meine Zustimmung und ich könnte aus eigener Erfahrung/Unterrichtspraxis ergänzen, differenzieren und konstruktiv kritisieren. Gute pädagogische Konzepte und effiziente Lernkonzepte gibt es Zuhause. Wann werden endlich Bedingungen geschaffen, damit sie zur Anwendung in de Schulen gelangen und unsere Kinder davon profitieren???
Lis Sch-C

vom 15.10.2017, 14.10
Antwort von Susanne Schäfer:

"Gute pädagogische Konzepte und effiziente Lernkonzepte gibt es Zuhause"

Könnten Sie das kurz erläutern?
Ich glaube, ich verstehe nicht so genau, was Sie meinen!
Herzlichen Dank!
38. von Steffi

Dein Text gehört als Leserbrief in jede deutsche Tageszeitung!
Du sprichst mir aus der Seele!
Und jetzt Sek 2 Lehrer für zwei Jahre an die Grundschule schicken ohne didaktische Ausbildung für die Bedürfnisse der Altersgruppe und zur Entschädigung mit einer Festanstellung zu winken. Wie werden denn die Kinder entschädigt? Oder die Kollegen, die permanent erklären, anleiten und unterstützen um den Sek2 Kollegen das Unterrichten überhaupt zu ermöglichen....


vom 15.10.2017, 13.52
Antwort von Susanne Schäfer:

Mir erklärte neulich eine Kollegin des Gymnasiums folgendes:

"Natürlich können Kollegen vom Gymnasium an der Grundschule unterrichten. Das ist ja weiter kein Problem. Andersherum wird es schwierig, denn Euch fehlen ja die fachlichen Kompetenzen!"
37. von Astrid

Super!
Auf den Punkt gebracht!
Danke!
LG Astrid


vom 15.10.2017, 13.45
Antwort von Susanne Schäfer:

Danke und Dir einen schönen Sonntag!
36. von Christina Menzebach

Liebe Susanne, genau meine Meinung. Danke für diese Worte?

vom 15.10.2017, 13.45
Antwort von Susanne Schäfer:

Ich lese aus den Kommentaren, dass ich nicht allein dastehe mit meiner Ansicht.
Wir sollten offensiver werden!
35. von Meike

Liebe Susanne, abgesehen davon, dass ich Ihre Seite unglaublich toll finde, sprechen Sie nir mit Ihren Beitrag aus der Seele. Danke dafür!

vom 15.10.2017, 13.22
Antwort von Susanne Schäfer:

Vielen Dank für den netten Kommentar!
34. von

Liebe Susanne,
du sprichst mir aus der Seele!
Gruß Kerstin

vom 15.10.2017, 13.11
Antwort von Susanne Schäfer:

Das ist schön zu lesen. Danke!
33. von Petra

Liebe Susanne
Es trifft den Nagel auf den Kopf, genau so ist es.
Seit letztem Jahr gibt es bei uns einen neuen Klassenarbeitserlass im Saarland. Er kam eine Woche vor Beginn der Sommerferien heraus. Die Grundschulen mussten ihn sofort umsetzen im neuen Schuljahr, die anderen Schulen nicht.
Klassenarbeiten werden ersetzt durch große und kleine Leistungsnachweise. Auch bzgl. Rechtschreibung wurden die Klassenarbeiten geändert. Allerdings konnte das Fortbildungsinstitut uns für das erste Halbjahr auch nicht sagen, wie genau diese Tests auszusehen haben, man müsse sich erst einarbeiten.
Folgich hat jede Schule so vor sich "hingewursteslt". Vor Weihnachten gab es dann mal einen Vorschlag. Bitte noch dazu aber immer Raster, neue Veordnung zur Darstellung der erbrachten Leistungen, Papier und Papier...
Nervig ohne Ende.
Und jetzt das Ergebnis dieser Studie. Bestimmt gibt es bald wieder neue Papiere zum AUsfüllen....
LG
Petra


vom 15.10.2017, 13.08
Antwort von Susanne Schäfer:

Ich lese in den Kommentaren, dass es in anderen Bundesländern nicht zwingend besser läuft.
Danke für den Einblick ins Saarland!
32. von Cata

Danke!!!!!!!

vom 15.10.2017, 13.00
Antwort von Susanne Schäfer:

Nicht dafür.
:-)
31. von Christel Gietmann

Ein wunderbares Statement. Spricht mir aus der Seele, hätte ich allerdings nicht so schön formulieren können.
Danke!

vom 15.10.2017, 12.48
Antwort von Susanne Schäfer:

Ich danke Dir, dass Du die Zeit für einen Kommentar genommen hast.
Schön zu lesen, dass andere ähnliches bemerken wie ich.
30. von Frau Weh

Liebe Susanne,
ich möchte jeden, JEDEN einzelnen deiner Sätze fett ausdrucken, laminieren und in Düsseldorf rund ums Ministerium verteilen. Danke, dass du den Mut hast - auch und gerade als Schulleiterin! - auszusprechen, was die eigentliche Misere an unseren Grundschulen ausmacht.

Bei uns kommen noch eine ganze Menge kleiner Einsteins dazu, in deren Hochbegabung sich Eltern sonnen, und weitere Ansprüche an ein System stellen, welches ohne mit der Wimper zu zucken heterogenste Eingangsklassen mit 29 Kindern für pädagogisch unbedenklich hält.

Ich erwarte nicht mehr viel von unserer Schulpolitik.

Dir ganz herzliche und wertschätzende Grüße von
Frau Weh

vom 15.10.2017, 12.43
Antwort von Susanne Schäfer:

Frau Weh und ich freue mich einfach mal, dass hier hereingelesen hast!
Danke für Deinen Kommentar!
29. von Katha

Danke. Genau so ist es! Lasst uns alle zusammen mal laut werden...
Katha

vom 15.10.2017, 12.33
Antwort von Susanne Schäfer:

Danke für Deinen Kommentar.
:-)
28. von Lisa

Liebe Susanne,
vielen Dank für deinen Beitrag. Leider ist die Entwicklung in BaWü identisch. Auch bei uns wird die Grundschule und ihre Methoden von den Politikern - hier Frau Eisemann - scharf kritisiert und unsere Arbeit in Frage gestelle. Stundenkontingenttafeln werden zwar hochgesetzt, aber gleichzeitig die Förderstunden abgeschafft, der Fremdsprachenunterricht findet bald nur noch ab Klasse 3 statt, gewonnene Stunde dürfen dann wieder zur Förderung genutzt werden. Geht es nur mir so oder werden hier einfach nur wahllos Stunden umverteilt!? Auch soll der Lehrer wieder Lehrer sein und NICHT Lernbegleiter. Dabei soll der Lehrer pauschal, für alle die Rechtschreibung besser, konsequenter und fächerübergreifend lehren und beurteilen. Ich stelle mir gerade Mathehefte vor, die über und über rot markiert sind und SuS, die nur noch damit beschäftigt sind Rechtschreibfehler auszubessern. Ich persönlich liebe meinen Beruf, trotzdem bin ich frustiert und verärgert über die fehlende Wertschätzung unserer Arbeit und die Herangehensweise der Politik.

vom 15.10.2017, 12.32
Antwort von Susanne Schäfer:

Danke für den Blick über den Tellerrand zu Euch nach BaWü!
27. von Rebecca

Liebe Susanne,
ich kann dir nur von Herzen zustimmen. Ich bin es so leid immer wieder (gerne auch von befreundeten Gymnasiallehrern mit Halbwissen) zu hören, dass in der Grundschule keine Rechtschreibung beigebracht wird. Ich kenne absolut keine Kollegen, die die Rechtschreibung nicht behandeln. Dem Konzept "Lesen durch Schreiben" stehe ich tatsächlich auch etwas kritisch gegenüber, finde aber die Idee vielfältige Schreibanlässe zur Motivation zu geben, enorm wichtig. Ich glaube, dass diverse Punkte dazu beitragen, dass die Rechtschreibleistung zurück geht (z.B. das Kinder weniger Lesen, oftmals schlechte Rechtschreibung/keine Punktuation bei sozialen Medien, etc.). Ich finde es toll, dass du erwähnst, dass wir die Kinder zu mehr Selbstreflexion, Methodenkompetenz und Teamfähigkeit erziehen, als das noch vor ein paar Jahren der Fall war.

vom 15.10.2017, 12.31
Antwort von Susanne Schäfer:

Ich danke Dir herzlich für Deinen ausführlichen Kommentar. Meiner Ansicht nach ist es vom Grundsatz her falsch derart insoliert zu testen...
26. von Verena

Danke für deine weisen Worte! Ich mag gar nicht daran denken, wie viele Jahre ich mir diesen politischen Mist noch antun muss! Seit Jahren immer wieder aufs Neue. Die Ideen und auch viele Lösungen gibt es - und zwar hier bei uns, den kleinen Grundschullehrern. Wer fragt uns schon?
Jetzt kommt Frau Gebauer, die "Bildungsexpertin" und setzt mal wieder einen drauf. Manchmal wünsche ich mir, dass ich einen anderen Traumberuf hätte und nicht die nächsten 30 Jahre in diesem Zug sitze. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Ich wünsche mir eine Doku im WDR über die Jeanne d'Arc der Grundschule. Die Revolution, die uns alle rettet, live und in Farbe. Und Talkshows mit guten Leuten von den Verbänden und aus der "Basismeute", Leute, die tagtäglich auf dem Vulkan wandern und nicht bloß ihr Wikipedia-Mainstream-Geschwafel ablassen.




vom 15.10.2017, 12.30
Antwort von Susanne Schäfer:

"die Jeanne d'Arc der Grundschule"

;-)
25. von Monika Dahmen

es braucht kein wort mehr. Es ist alles gesagt in diesem Beitrag! Nun müssen ihn nur noch die "richtigen" Leute lesen und sich die Fakten zu Herzen nehmen - und etwas ändern !
Danke, Susanne!

vom 15.10.2017, 11.59
Antwort von Susanne Schäfer:

Danke Dir für die Rückmeldung und ich schicke liebe Grüße herüber!
24. von Herrn Emrich

Hallo Susanne,
ich bin auch sehr gespannt, wie sich Frau Gebauer das Umbauen des Lehrplanes Deutsch so vorstellt. Dem Vernehmen nach soll LdS ja auch den Jahrgang 1 beschränkt werden. Das wirft dann natürlich direkt die Frage auf, wie es für Kinder im JüL, die 3 Jahre SEP machen, dann aussieht.
Aber in meinem Punkt muss ich Dir (mit Augenzwinkern) widersprechen: den Blick IN das System gibt es doch bei uns NRW ... oder wurdet Ihr noch nicht von der QA heimgesucht?

Einen sonnigen Sonntag wünscht
Herrn Emrich

vom 15.10.2017, 11.59
Antwort von Susanne Schäfer:

Ach doch sicher. Die QA war da. Aber wenn das ein fundierter Blick IN das System sein soll, dann weiß ich nicht.
Drei ewig hektisch wirkende Menschen, die mit ihren Laptops durch die Schule schlichen, nie ein Lächeln auf den Lippen, immer in Eile, kurz mal hier hinein, kurz mal dahinein geschaut und letztlich nur Verbesserungen auf dem Papier eingefordert.
Da stimmte es nicht - wie beschrieben weigere ich mich konsequent zu einer Papierschule zu verkommen.
:-)

Warten wir auf den Masterplan!
Und dann lese ich gespannt bei Dir mit.
:-)
23. von Stephanie

Ach, liebe Susanne, wie schön, diese, nämlich deine Worte zu lesen! Es tut einfach so gut! Ja, wie richtig: Mal endlich in Ruhe arbeiten können! Das wäre schön! Heimlich und leise merkt der eine oder andere Verantwortliche ja, dass an der falschen Schraube gedreht wurde und dreht das Rad wieder zurück. Natürlich ohne dass jemand etwas merken soll: Wie war das noch (hier in BW): Keine Grundschulempfehlung, die vorgelegt werden soll bei der Anmeldung an den weiterführenden Schulen. Man will es ja den Eltern recht machen und sie nicht verärgern. Und jetzt? Viele, so viele Kinder sind an den "falschen" Schulen gelandet, dass den Empfehlungen der Schule nun plötzlich doch wieder ein wenig mehr Wert beigemessen werden soll. Anscheinend haben die Lehrer mit ihrer Einschätzung doch nicht so falsch gelegen.... Ja, und dann das "Fach" MNK: Wer es nicht kennt: Mensch, Natur, Kultur. Da wurden die Fächer Sachunterricht, Musik und Kunst einfach zu einer breiigen Masse zusammengefummelt und es gab eine Einheitsnote, aus der niemand ablesen konnte, wo denn nun die besonderen Fähigkeiten des Kindes liegen. Klammheimlich wieder rückgängig gemacht. Ab diesem Schuljahr also doch wieder Sachunterricht! Zum Schluss dann die geniale Idee mit dem G8! Schüler, wie Eltern wünschen sich vermehrt die verlängerte Schulzeit zurück und immer mehr Gymnasien bieten wieder das G9 an.
Wie schön wäre es doch, wenn man sich von den blankgeputzten Schreibtischen mal erheben und einen Blick in die Schulen werfen würde. Einfach mal eine Woche dabei sein. Jede Stunde, jede Aufsicht, bei jeden anfallendem Elternabend, in jeder Kooperation, bei jedem Elterngespräch.... Vielleicht gäbe es ja dann endlich die Reformen, die uns wirklich voran bringen und dort ansetzen, wo es wichtig und richtig ist. Ich habe nur noch ungefähr 6 Jahre zu arbeiten.... Und gerade in letzter Zeit bin ich vermehrt froh, dass es wirklich nur noch diese begrenzte Zeit ist. Danke, Susanne, für deine Worte! Stephanie

vom 15.10.2017, 11.55
Antwort von Susanne Schäfer:

Das hast Du sehr umfassend dargestellt - ich danke Dir dafür. Das klingt ja noch verworrener als NRW.
:-O
Und das will schon etwas heißen.
22. von Mirja

Liebe Susanne, als Grundschullehrerin und Sonderpädagogin aus der Praxis, mit Lehrauftrag an der Uni, sehe hier besonders kritisch, was die Zukunft unserer „Zunft“ angeht. Gerade wird nur versucht, möglichst schnell Nachwuchs „bereitzustellen“, auch hier kurzfristig reformiert („die müssen aber auch noch was mit Inklusion machen“) und dann im- wie von dir erwähnt- verkürzten Ref soll das aufgearbeitet werden? Keine Zeit, um Quereinsteiger und junge Kolleg*Innen zu unterstützen und einzuarbeiten, weil neben der Unterrichtsplanung ja noch dokumentiert werden muss... welche Konsequenzen der Einsatz von unzureichend ausgebildeten Lehrkräften auf Dauer haben wird, wage ich noch gar nicht einzuschätzen...

vom 15.10.2017, 11.55
Antwort von Susanne Schäfer:

Danke für Deine Einschätzung, ich denke, es bleibt sehr spannend.
21. von Betti

Liebe Susanne,
mir gehen diese ständigen Statistiken und Vergleiche auch auf den Keks. Ja, wenn man mal die richtigen Konsequenzen daraus ziehen würde, dann würden Sie ja etwas bringen. Aber leider wird die Schuld an der Misere bei den Lehrern gesucht, oder bei den Schülern (z. B. am Migrationshintergrund), oder es wird wieder etwas am Rahmenplan verändert oder noch eine Statistik oder Vergleichsarbeit eingeführt.
Stattdessen könnte man es einfach mal mit kleineren Klassen und mehr Lehrerstunden (durch Doppelsteckung) versuchen. Dass ist natürlich auch nicht das Allheilmittel, aber ich finde, durch individuelle Betreuung und Begleitung werden die Schüler besser abgeholt und gefördert. Aber da das viel Geld kosten würde und wir auch gar nicht die nötigen Lehrer haben, wird diese Möglichkeit gar nicht in Betracht gezogen. Bildung darf halt nicht so viel kosten. Leider! Danke für deine Worte!
LG
Betti

vom 15.10.2017, 11.36
Antwort von Susanne Schäfer:

Vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Ich erlebe wirklich oft, dass Statistiken nicht ausgewertet bzw. keine Konsequenzen aus deren Auswertung gezogen werden.
Das ist für mich nicht nachvollziehbar.
Liebe Grüße und Dir einen schönen Sonntag!
20. von Dagmar Birke

Liebe Susanne, da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen. Bei uns in Sachsen- Anhalt sieht es genauso aus. Fehlende Lehrer, zu große Klassen, zu viele Kinder in zu kleinen Räumen, fehlende Fachlehrer und Lehramtanwärter, die nach 4 Wochen 10 Stunden eigenverantwortlichen Unterriucht erteilen sollen, und zum Schluss- Papier, Papier, Papier. Morgen beginnt hier wieder die Schule- nach dem wir seit Schuljahresbeginn mit drei Langzeitkranken auskommen mussten, soll es morgen wieder mit allen losgehen. Mal sehen ob es klappt!
Danke für deine offenen Worte- vieleicht liest die ja mal einer, der im "Stellwerk" sitzt und endlich mal die fragt, die von der Arbeit etwas verstehen und wissen was geht und was nicht. Nicht zu vergessen- unsere Kinder- die müssen den "M...." ausbaden. Und überall schreit man nach Fachkräften!!

Einen schönen Sonntag!
Dagmar

vom 15.10.2017, 11.34
Antwort von Susanne Schäfer:

Liebe Dagmar,

dann wünsche ich Euch einen guten Start morgen und drücke die Daumen, dass alles klappt!
19. von Icke

Wow, du hast es tatsächlich geschafft so ziemlich alles auf den Punkt zu bringen, was ich mir so oft denke und auch immer wieder sage... Auch für Berlin kann man das so stehen lassen, bis auf dass wir gerade einen niegelnagelneuen Rahmenlehrplan bekommen haben. Mit der Folge dass wir irrsinnig viel Zeit investieren müssen, dieses halbfertige Machwerk "fertig" zu stellen. Fortbildungen, die uns nur dazu befähigen sollen, ein hochabstraktes Konstrukt soweit zu begreifen, dass wir dann in der Lage sind, ein schulinternes Curriculum in vorgegebene Raster zu pressen... keine Fortbildungen dazu, wie denn die neuen Rahmenlehrpläne den Unterricht tatsächlich verändern sollen. Angestrebt war mehr Differenzierung, Individualisierung, Durchlässigkeit. Alles gute und richtige Ziele aber es wird nichts zu Ende gedacht...spätestens beim Punkt Bewertung soll dann nämlich alles beim Alten bleiben, auf Nachfragen, wie denn das gedacht ist (keine Noten, doch Noten, aber wenn doch: wie?) bekommt man die Auskunft, das wisse man auch "noch" nicht... Ich könnte echt schreien und wünsche mir in der Tat genau das, was hier schon mehrfach gesagt wurde: ich möchte bitte einfach "in Ruhe" unterrichten und meine Kraft und Aufmerksamkeit in den Unterricht und die Kinder investieren. Und ich begreife nicht, dass niemand auf die Idee kommt, mal diejenigen zu befragen (und zwar ernsthaft!!!), die es wissen, weil sie tagtäglich vor Ort sind: die Lehrer. Und dann auch die Antworten aushält und nicht alles, was nicht ins Bild passt kleinredet und als "persönliche Befindlichkeit abtut.
LG Icke

vom 15.10.2017, 11.28
Antwort von Susanne Schäfer:

"das wisse man noch nicht" .....
:-(

Wenn es nicht tragisch wäre, müsste man darüber lachen.
18. von Kristina

Ich stimme in allen Punkten zu und "freue" mich schon auf den Masterplan Grundschule, den Frau Gebauer uns angedroht hat! In meinen bisher 25 Dienstjahren hat sich leider bis jetzt nichts zum Positiven verändert! Weder für die Schüler/innen noch für uns!
Lasst uns doch einfach mal in Ruhe arbeiten!

vom 15.10.2017, 11.27
Antwort von Susanne Schäfer:

Auf den besagten Masterplan bin ich auch sehr gespannt.
17. von Silke

Mir aus dem Herzen gesprochen!

vom 15.10.2017, 11.17
Antwort von Susanne Schäfer:

Danke!
16. von adune

Liebe Susanne,

wie immer ein ganz toller Beitrag, der es auf den Punkt bringt!
Ich kann dem nichts hinzufügen.
Warum nur realisieren die Obrigkeiten das nicht? Warum versperrt man sich der berechtigten Kritik und nimmt sie nicht als Hinweis aus, was wirklich überarbeitet oder durchdacht werden sollte? Ich kann das nicht nachvollziehen!
Uns bleibt wie immer nur: Kopf schütteln und nicht im Frust versinken.

Einen schönen Sonntag allerseits.
LG, adune



vom 15.10.2017, 11.17
Antwort von Susanne Schäfer:

Ach nein, bitte nicht im Frust versinken, sondern das Beste aus der Situation machen.
Liebe Grüße und eijnen schönen Sonntag!
15. von Frau Stier

Liebe Susanne,
vielen Dank für deine ehrlichen und treffenden Worte! Mir fehlt der differenzierte Blick auf die Dinge, die in den Schulen passieren, in der Öffentlichkeit manchmal sehr!
Danke für deinen Text.
LG

vom 15.10.2017, 10.57
Antwort von Susanne Schäfer:

Nur wir können es ja öffentlich machen.
Danke für Deine Rückmeldung und Dir noch einen schönen Sonntag!
14. von Sonja

Liebe Susanne,

du sprichst mir aus der Seele!
Dem ist nichts hinzuzufügen. Auch in Bayern sieht es nicht besser aus - wenngleich unser Lehrplan zwischenzeitlich mal erneuert wurde.
Sonnigen Restsonntag und weiterhin viel Elan und Kraft für die Kinder und Nerven für den Papierkram - und weiterhin so viel Mut, sich aufzulehnen und Kritik zu üben!!!!!!!!

Viele Grüße, Sonja

vom 15.10.2017, 10.42
Antwort von Susanne Schäfer:

Hallo Sonja,

ich danke Dir für Deinen lieben Kommentar und wünsche Dir einen schönen Sonntag!
13. von Frau Urbi

Danke für diese klaren Worte! Es wäre so wichtig, dass endlich einmal die Damen und Herren aus Kultusministerium und Schulbehörde in die Schulen gehen und wieder einmal wirklich hinsehen und hinhören! Aber leider herrscht ein blinder Aktionismus und es sollen alle möglichen tollen Dinge, die man sich in Skandinavien abgeschaut hat, eingeführt werden, aber kosten darf es bitteschön nichts! Uns bleibt nur die Hoffnung auf bessere Zeiten und den Kindern zuliebe nicht den Mut zu verlieren!

vom 15.10.2017, 10.37
Antwort von Susanne Schäfer:

Dankeschön und einen schönen Sonntag Dir!
12. von Sandra

Liebe Susanne,
herzlichen Dank für deinen Beitrag. Seit ein paar Tagen rumort es in meinem Magen, wenn ich wieder die "Öffentlichkeit" über "Lesen durch Schreiben" oder "Kuschelpädagogik in der GS" schimpfen höre. Und die Konsequenzen von oben werden sicherlich auch wieder medienwirksam sein...
Aber mit der Realität haben sie wenig zu tun: Zu große Klassen (28 Kinder) mit Kindern, welche kein / kaum Deutsch sprechen, "Prinzen" & "Prinzessinnen" mit Helikoptereltern, welche sehr viel Kraft kosten, Inklusion, welche mehr & mehr zusammengestrichen wird... Und der Versuch, allen gerecht zu werden....
Ich liebe meinen Beruf, ich würde mich nur gerne mal wieder darauf konzentrieren können! Danke, dass du auch so unbequeme Gedanken ausspricht & veröffentlichst!
Dir einen schönen Sonntag,
Liebe Grüße, Sandra

vom 15.10.2017, 10.24
Antwort von Susanne Schäfer:

Liebe Sandra,

ich wünsche Dir auch einen schönen Sonntag und danke Dir, dass du Deine Gedanken hier mit uns geteilt hast!
11. von Simone

Liebe Susanne,

vielen Dank für deinen Beitrag. Ich kann gar nicht sagen, wie gut es tut, zu lesen, was die ganze Zeit in einem rumort. Ich unterrichte seit 7 Jahren an einer Brennpunktschule und es ist nicht abzusehen, wann sich zumindest die Rahmenbedingungen bessern. Von Schimmel im Schulhaus über räumliche, materielle sowie personelle Ausstattung. Man bekommt eher den Eindruck, dass es rückwärts statt vorwärts geht.
Ich denke, dass in unserem Schulsystem, besonders in der Grundschule, SEHR viel über das persönliche Engagement der Lehrkräfte läuft. Wenn ich sehe, dass Regale, Lehrerhandbücher, Laminierfolien etc. aus eigener Tasche gezahlt werden.....und das ist nur der finanzielle Aspekt.
Nun denn, ich bin gespannt, wie sich das alles in den kommenden Jahren ändern wird - bin aber leider wenig zuversichtlich.
An dich und alle Kollegen/ Kolleginnen jetzt noch einen schönen, sonnenreichen Sonntag!
Gruß
Sparrow

vom 15.10.2017, 10.09
Antwort von Susanne Schäfer:

Ändern können wir ja nur etwas, wenn wir uns Gehör verschaffen.
Leider mache ich immer wieder die Erfahrung, dass zu wenig Rückgrat da ist, um zu widersprechen und aufzubegehren. Damit meine ich nicht die Lehrerinnen oder Lehrer, sondern die Schulleitungen, die sich zusammentun und sich Gehör verschaffen sollten.

Dir alles Liebe!
10. von Jutta Michel

Liebe Susanne,
du sprichst mir aus dem Herzen! Das sage ich schon seit Jahren, aber auf die "Basis" hört ja keiner! Ich würde den gesamten Beitrag gerne auf fb teilen, so dass ihn möglichst viele Betroffene lesen und weitergeben können. Vielleicht kommt er dann mal an die richtige Adresse.
LG Jutta

vom 15.10.2017, 09.16
Antwort von Susanne Schäfer:

Du darfst den Beitrag selbstverständlich gerne teilen.
9. von Jasmin

Liebe Susanne, liebe Kollegen. Ich mache in Hamburg noch eine andere Beobachtung. Wir hatten ein tolles UND funktionierendes System der Integrationsklasse. Nahezu alle Stunden waren doppelt besetzt. Die Klassen würden von einem Regel- und Sonderschullehrer und einem Sozipäd betreut. Gruppenräume gab es ebenfalls. Dann kam die Inklusion. Nun sind mehr Schüler mit Förderdarf an den Schulen, gleichzeitig hat sich der Personalschlüssel verschlechtert. Ein Sonderpädagoge ist für mehrere Klassen zuständig. Drei Stunden sind doppelt besetzt. (Diese fallen dann noch häufig aus,weil der Sonderpädagoge für Vertretung eingesetzt wird...) LG Jasmin


vom 15.10.2017, 09.12
Antwort von Susanne Schäfer:

Danke für diesen Hinweis.
Ich war erst neulich in Hamburg und durfte an zwei unterschiedlichen Schulen hospitieren.
Da wurde das nicht so deutlich, was Du schreibst.
Von daher herzlichen Dank für diese Rückmeldung.
8. von Jutta

Liebe Susanne,

Das hast du perfekt zusammengefasst! Vielen Dank für den Beitrag. Ich befürchte nur, dass die Entscheidungsträger ihn vermutlich gar nicht zu Gesicht bekommen werden... Trotzdem einen schönen Restsonntag!

vom 15.10.2017, 09.01
Antwort von Susanne Schäfer:

Danke, den wünsche ich Dir auch!
7. von Petra Sanwald

Vielen Dank für diese ehrlichen und zutreffenden Worte. Ich würde es gerne in unserem Lehrerzimmer aushängen.
Liebe Grüße Petra


vom 15.10.2017, 08.58
Antwort von Susanne Schäfer:

Dann berichte doch bitte mal, wie der Aushang aufgenommen wird.
:-)
6. von Christina

Liebe Susanne, deine Worte sind so treffend. Ich stimme dir voll und ganz zu. Genau diese Statistiken und Aufgaben, die ihr als Schulleitung alle erledigen müsst, die Kohlen, die ihr ständig für die „Großen“ aus der Asche holen müsst, sind die Gründe, warum ich nicht die Leitung einer Schule übernehmen möchte. Schulleitung entfernt sich immer mehr von den Kindern und ihren Bedürfnissen. Möchte man beide Jobs (Lehrer und Leitung) ordentlich machen, bleibt doch meistens irgendwas auf der Strecke, oder?
Ich bewundere dich sehr dafür, wie du deinen Job plus Zauber1x1 und Co schaffst. Vielen Dank!

vom 15.10.2017, 08.37
Antwort von Susanne Schäfer:

Man entscheidet selbst, was auf der Strecke bleibt. Und bei ist es immer der Papierkram, niemals die Kinder.
5. von Melanie

Wow, du sprichst mir aus der Seele! Danke für diese klaren, so zutreffenden Worte Susanne!

vom 15.10.2017, 08.16
Antwort von Susanne Schäfer:

Danke für Deine Rückmeldung!
Ich weiß, dass es nicht selbstverständlich ist, sich die Zeit für einen Kommentar zu nehmen.
4. von Alex

Liebe Susanne, genau so ist es! Deine Worte sprechen mir aus der Seele, „einfach“ mal unsere Arbeit machen lassen....nicht ein Jahr Zeugnisse ohne Noten um dann doch wieder mit Noten einzufordern, nicht heute Schreibschrift, morgen Grundschrift um dann doch wieder die verbundene Schreibschrift,usw... mal in die Systeme schauen und sich ein Bild vom Lehreralltag machen ( ich liebe meinen Beruf, hätte aber nichts dagegen, wenn das Unterrichten wieder DEUTLICH in den Vordergrund rücken würde, statt der vielen Aufgaben rundherum, die viele Außenstehende gar nicht sehen) ... und die Leherausbildung wieder auf zwei Jahre verlängern ( die ja dann auch nicht wirklich zwei Jahre lang sind) , das würde auch die LIV s entlasten und Ihnen mehr Möglichkeiten zum „ sich als Lehrer finden“ geben ... ich danke dir, für diesen umfangreichen ,ach so wahren, Artikel und wünsche dir einen schönen Sonntag. Bei uns in S - H starten die Herbstferien. Liebe Grüße, Alex

vom 15.10.2017, 07.44
Antwort von Susanne Schäfer:

Dann wünsche ich Dir jetzt vor allem erst einmal entspannte und erholsame Ferien und danke Dir für Deinen netten Kommentar!
3. von Isabell

Liebe Susanne,

dein heutiger Beitrag gehört unbedingt in die breite Öffentlichkeit, damit die einseitigen und hetzerischen Berichterstattungen über die Leistungen der SchülerInnen und die Arbeit der LehrerInnen endlich ein Gegengewicht erhalten und wir LehrerInnen, die täglich die Schulrealität erleben, zu Wort kommen und der Fokus auf die wahren Ursachen der 'Schul-Misere' gelenkt wird.
Das war schon längst überfällig.
Herzlichen Dank für deine wahren Worte!
Viele Grüße ,
Isabell

vom 15.10.2017, 07.36
Antwort von Susanne Schäfer:

Danke für Deinen Kommentar.
Hier sind meine Worte ja öffentlich, auchn wenn sie nur eine kleine Runde erreichen.
2. von Karina

DANKE! Du hast super auf den Punkt gebracht, was mich beschäftigt und was ich täglich erlebe.
LG Karina

vom 15.10.2017, 07.07
Antwort von Susanne Schäfer:

Danke, Karina!
1. von Janett

Liebe Susanne,
du hast es perfekt auf den Punkt gebracht. Dem ist nichts hinzuzufügen!
DANKE!

vom 15.10.2017, 05.47
Antwort von Susanne Schäfer:

Ich danke Dir für Deinen Kommentar und wünsche Dir einen schönen Restsonntag!
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Anne
Liebe Susanne, erst einmal ein großes Lob für die vielen liebevoll gestalteten Dinge. Ich möchte im neuen Schuljahr auch eine Eisbärenklasse starten. Gibt es schon Schilder für die Tafel mit den Unterrichtsstunden? LG
21.5.2017-17:17
Melanie
Liebe Susanne,
vielen Dank für deine tollen Texte, darin kann man sich wirklich stundenlang verlieren!
Am Schuljahresanfang hattest du Auf- und Einräumbilder deines Klassenraumes gepostet, mich würde mal interessieren, wie es jetzt so bei dir aussieht, nachdem darin schon eine ganze Weile gelebt wird.
Es grüßt dich ganz herzlich,
Melanie
14.5.2017-19:18
Pepe
Weil nicht sein darf, was nicht sein soll! Mutige, offene Worte. Vielen Dank dafür, Susanne. Genau so sieht es aus.
23.2.2017-16:37
Melli
Liebe Susanne, ich möchte gerne die Gelegenheit nutzen, um dir ganz ganz herzlich für die tolle Idee und natürlich deine süßen Materialien zum Märchentag zu danken. Wir begehen seither den "Märchenfreitag" (stundenplanbedingt) und meine Erstklässler lieben es! Gerade für meine sehr spracharmen Kinder ist es eine tolle Möglichkeit, den Wortschatz zu erweitern und sie zum Sprechen und Erzählen anzuregen. Und ähnlich wie du habe auch ich einen ungemeinen Spaß daran, jede Woche ein neues Märchen vorzubereiten und mal keine Buchstabeneinführung ö.ä. zu machen. Also lieben, lieben Dank!!!
18.2.2017-11:02
Angelika
"Menschen" wie "immer wieder" sollte man einfach ignorieren, Ernst nehmen kann man das nicht. Peinlich trifft es auch ganz gut.
15.1.2017-17:32
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Liebe Susanne,du sprichst (schreist) mir aus
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Wernze , Anja:
Danke für die wohl gewählten Worte, die mir m
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Münstermama:
Was aktuell wieder passiert ärgert mich sehr
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Stephanie Ball :
Hallo Frau Schäfer,wie immer: ein guter Blick
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Kirsten Midik :
Das nenne ich mal " aus der Seele gesprochen
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Lothar Jacksteit:
Liebe Kollegin,darf ich den Artikel in unsere
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frutte55:
Ein großartiger Artikel, Susanne! Du solltest
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Ulrike Luziwek:
Aus vollstem Herzen meine Zustimmung! Ich plä
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Anders:
Vielen Dank, dass das mal jemand ausspricht!
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