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Logistische Planungen

Unsere Schule zieht um.
Unser altes Gebäude ist für uns zu beengt geworden, zudem wird der Schiefstand zunehmend gravierender. Nun haben wir also das große Glück in ein komplett saniertes und renoviertes Schulgebäude einer ehemaligen Hauptschule ziehen zu dürfen.





Wenige Minuten Fußweg von unserem jetzigen Schulgebäude entfernt, wird noch fleißig renoviert und erneuert. Jedesmal, wenn wir vor Ort sind, entdecken wir Neues und die Aufregung steigt langsam aber sicher.

In meinem zukünftigen Klassenraum steht ein einsames, knallrotes Regal, das darauf gewartet gefüllt zu werden und auch in all den anderen Räumen bleibt einiges zu tun.

Heute in fünf Wochen sollen all unsere Möbel und Materialien und Sachen und was man sonst noch alles in einer Schule braucht schon im neuen Gebäude sein.
Kaum zu glauben, denn im alten Gebäude nimmt ja noch alles seinen alten Gang, das Schulleben erfährt keinerlei Auswirkungen durch den bevorstehenden Umzug.
Wir sind entspannt - noch.

In 12 Schultagen werden die 800 bis 1000 Umzugskisten angeliefert und nach und nach verpacken wir unsere Einrichtung.
Die ersten beiden Ferientage werden dann für den Umzug genutzt, die Sommerferien für das Einrichten des neuen Gebäudes.
Für das Team bedeutet das, dass der Urlaub nur eingeschränkt geplant werden konnte und kann und alles sich mehr oder weniger um die Umzugslogistik rankt.

Entschädigt werden wir durch eine wunderschöne, riesengroße Schule. Die neuen räumlichen Möglichkeiten sind einfach wunderbar, allein  die riesige Aula im Eingangsbereich lässt sich vielfältig nutzen.

Die Klassenräume an sich sind minimal kleiner als unsere jetzigen und ich mache mir nun schon Gedanken, wie ich alles strukturiert unterbringen kann.

Während mein jetziger Klassenraum unmittelbar neben dem Schulleitungsbüro liegt - was sehr viele Vorteile für mich hat - ist im neuen Gebäude der Verwaltungsbereich im Erdgeschoss, die Klassenräume jedoch in der ersten und zweiten Etage.
Das bedeutet, ein schnelles Hinaushuschen ins Büro wird nicht mehr funktionieren. Positiv betrachtet heißt das aber auch, sich auf eine Sache konzentrieren zu können und nicht gleichzeitig eine andere zu beginnen.

Damit der Umzug nicht im Chaos endet, haben wir vorweg gemeinsam eingeteilt, wer für welche schulischen Räume und Bereiche zuständig sein wird.
Jeder Kollege kümmert sich natürlich um das Einpacken der eigenen Materialien und richtet den neuen Klassenraum her.
Die Gemeinschaftsräume wie Lehrer- und Konferenzraum, Musik- und Computerraum, Bibliothek, alternative Betreuungsform etc. werden von Arbeitsgruppen verpackt und entpackt. Jeder konnte sich in entsprechende Gruppen eintragen und die Gruppen agieren selbstbestimmt und zu selbst festgelegten Zeiten.

Das Schulleitungsbüro verpacken wir selbst und richten es natürlich auch eigenständig wieder ein.
Obwohl wir die Möglichkeit gehabt hätten, Rektoren- und Konrektorenzimmer zu trennen, haben wir uns wieder  für die gemeinsame Version entschieden, da das unserer Arbeitsweise eher entgegenkommt und es außerdem auch viel entspannter und lustiger zugeht.

Der Ganztag, jetzt noch in einem separaten Gebäude untergebracht, wird im neuen Gebäude ebenfalls im Erdgeschoss angesiedelt sein, was wir sehr begrüßen, da die Einheit Schule und Ganztag so besser gelebt werden kann.

Insgesamt ist es äußerst spannend, mit einer ganzen Schule umzuziehen.
Alles muss sehr genau organisiert und geplant werden.
Die Beschriftung jeder einzelnen Kiste, jedes Stuhls, jedes Tisches, aller Regale muss stimmen, damit die Dinge auch am rechten Ort landen.

Netterweise durften wir als Schulleitung am Farbkonzept der Schule mitarbeiten und haben uns für ein Farbleitsystem pro Etage entschieden, was die Orientierung in dem großen Gebäude erleichtern soll.

Jeder Schulanfang birgt ja immer viel Neues und Aufregendes, aber die Chance in einem ganz neuen Gebäude zu starten bietet so viele neue pädagogische Möglichkeiten, dass das eine echte Chance für Schulentwicklung ist.

Wir freuen uns auf den Umzug und das neue Schuljahr, auch wenn die Ferien ganz der Neugestaltung gelten werden.

Susanne Schäfer 07.06.2016, 16.16

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Kommentare zu diesem Beitrag

4. von Anne

Hallo Susanne,

Ohje, das klingt ja nach wenig erholsamen Sommerferien...
Wir ziehen nicht um sondern bauen "nur" an, aber auch das sorgt schon für genug durcheinander bei uns (vor allem da die Baufirma nicht wie geplant vor den Sommerferien fertig wird, sondern erst gegen Ende und wir dann wirklich nur ca. 1 Woche haben, um die neuen Räume einzurichten und startklar zu machen...)
Allerdings finde ich es auch immer total aufregend, wenn ich in einen neuen Raum umziehen muss. Wenn man komplett von vorne anfangen MUSS denkt man doch nochmal genauer über die Klassenraumgestaltung und Aufteilung nach als wenn man schon einige Jahre im gleichen Raum sitzt und man einfach zu faul ist groß etwas zu ändern (zumindest bin ich das ;) )
Von daher gutes Gelingen und viel Spaß im neuen Schulgebäude! :)

vom 09.06.2016, 01.12
Antwort von Susanne Schäfer:

Doch, die Ferien werden schon auch erholsam.
Die neue Schule macht ja vor allem sehr viel Spaß und gibt eine Riesenmotivation. Und auch wenn ich morgens dort sein werde, bleibt ausreichend Zeit zum Müßiggang.
:-)
Das muss.
3. von Eva

Hallo Susanne
Da bei mir vor einiger Zeit im Laufe des Schuljahres der Saal gestrichen wurde, kann ich ungefähr mitfühlen, da ich alles ausräumen musste. War zwar nur ein Saal, aber trotzdem.
Es sammelt sich allerlei "Gerümpel" an. Gute Nerven wünsche ich euch. Aber ihr bekommt ja wirklich etwas Tolles am Ende heraus.
LG Eva

vom 08.06.2016, 17.11
Antwort von Susanne Schäfer:

Gerümpel ist das richtige Wort. Unfassbar, was ich alles im Raum habe, von dem ich einst dachte, ich bräuchte es noch einmal.
:-O
2. von Christine Zauke

Liebe Frau Schäfer!
Wegwerfen ist gut, aber jede Schule hat irgendwann ihre 100-Jahrfeier und dann fehlen all die alten Sachen für eine Ausstelung. Wir haben eine Kiste für solche Dinge.
Liebe Grüße
Christine

vom 08.06.2016, 11.56
Antwort von Susanne Schäfer:

Wohl wahr. Obwohl die 100 Jahrfeier weit hinter uns liegt kommen neue Jubiläen.
Allerdings können wir gut unterscheiden, was weg kann und was nicht.
:-)
1. von Annelie

Hallo Susanne,
ich habe mit großem Interesse deinen Post gelesen.
Auch wir ziehen in 5 Wochen in eine neu gebaute Schule um. Das ist so ziemlich das gleiche wie bei euch.
Aus drei kleinen Standorten wir ein großer und wir sind schon seit Wochen am Sortieren und Wegwerfen von Materialien. Es ist erstaunlich wie viel Zeug sich so angesammelt hat.
Genau wie ihr dürfen wir in der Ferien räumen und einrichten. Wir starten im nächsten Schuljahr ganz neu als Ganztagsschule und ich bin sehr gespannt auf den neuen Tagesablauf.
ich bin gespannt auf weitere Berichte zu eurer Umzugs-Aktion.

LG Annelie

vom 07.06.2016, 17.55
Antwort von Susanne Schäfer:

Oh wir haben noch nichts sortiert und weggeworfen.
:-)
Aber wegwerfen kann ich ausgesprochen gut!

Das ist ja spannend, dass Ihr auch umzieht. Wenn Du magst, kann Du dann hier ja auch ein wenig berichten.
Bei uns ist momentan wirklich alles noch sehr entspannt.

Euch alles Liebe für den Umzug.
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Anne
Liebe Susanne, erst einmal ein großes Lob für die vielen liebevoll gestalteten Dinge. Ich möchte im neuen Schuljahr auch eine Eisbärenklasse starten. Gibt es schon Schilder für die Tafel mit den Unterrichtsstunden? LG
21.5.2017-17:17
Melanie
Liebe Susanne,
vielen Dank für deine tollen Texte, darin kann man sich wirklich stundenlang verlieren!
Am Schuljahresanfang hattest du Auf- und Einräumbilder deines Klassenraumes gepostet, mich würde mal interessieren, wie es jetzt so bei dir aussieht, nachdem darin schon eine ganze Weile gelebt wird.
Es grüßt dich ganz herzlich,
Melanie
14.5.2017-19:18
Pepe
Weil nicht sein darf, was nicht sein soll! Mutige, offene Worte. Vielen Dank dafür, Susanne. Genau so sieht es aus.
23.2.2017-16:37
Melli
Liebe Susanne, ich möchte gerne die Gelegenheit nutzen, um dir ganz ganz herzlich für die tolle Idee und natürlich deine süßen Materialien zum Märchentag zu danken. Wir begehen seither den "Märchenfreitag" (stundenplanbedingt) und meine Erstklässler lieben es! Gerade für meine sehr spracharmen Kinder ist es eine tolle Möglichkeit, den Wortschatz zu erweitern und sie zum Sprechen und Erzählen anzuregen. Und ähnlich wie du habe auch ich einen ungemeinen Spaß daran, jede Woche ein neues Märchen vorzubereiten und mal keine Buchstabeneinführung ö.ä. zu machen. Also lieben, lieben Dank!!!
18.2.2017-11:02
Angelika
"Menschen" wie "immer wieder" sollte man einfach ignorieren, Ernst nehmen kann man das nicht. Peinlich trifft es auch ganz gut.
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