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Rotkäppchen am Märchen-Montag

Den heutigen Märchen-Montag wollte ich ganz bewusst anders gestalten als die vorgehenden Montage. Grundelemente habe ich beibehalten, die große Schatzkiste, die Tischdekoration und das Vorlesen.
Heute lagen sehr viele unterschiedliche Finger- und Handpuppen sowie Kostüme für die Kinder bereit.




Außerdem hatte ich zwei Schuhkartons und eine Menge Schaschlikspieße aus Holz mitgebracht.

Nach dem Vorlesen sprachen wir über die einzelnen Charaktere in diesem Märchen und ihre typischen Merkmale. Begriffe gab es diesmal keine zu klären, der Text war kindgerecht und nicht zu lang. Ich habe heute wieder aus dem Buch "Mein erstes Märchenbuch" vorgelesen, da mir die Fassungen in dem Buch immer sehr gut für unsere Lerngruppe gefallen.

Anders als sonst gab es heute kein Tafelbild, es wurde jedoch sofort von einigen Kindern vermisst und sie fanden es sehr schade, die Hauptelemente nicht an der Tafel zu sehen.
Auch das Hörspiel fehlte.

Ich hatte mich bewusst auf das szenische Spiel konzentriert und zwar in unterschiedlichen Varianten.
Wir erstellten  zwei kleine Schuhkarton Theater und ich nutzte dafür diese kostenlosen Vorlagen und Anregungen.

Die Stabpuppenvorlagen habe ich allerdings größer kopiert, da sie mir zu klein erschienen.

Jedes Kind bastelte die vier Stabpuppen und drei Kulissen für das Schuhkarton Theater. Damit waren die Kinder zunächst gut beschäftigt.
Die ausgemalten bzw. selbst gemalten Vorlagen wurden im Klassenraum laminiert, damit sie besser halten.

In der letzten Stunde wagten wir uns dann daran, unterschiedliche Szenen des Märchens nachzuspielen.
Dabei kamen sowohl die Kostüme, als auch die Finger- und Handpuppen und die kleinen Theater im Schuhkarton zum Einsatz.

Die Stabpuppen und Kulissen durften die Kinder mit nach Hause nehmen, um dort, sofern sie möchten, das Märchen noch einmal nachzuspielen.

Das Erzählen und Spielen hat trotz fehlender Tafelbilder bei den meisten Kindern schon richtig gut geklappt. Alle Kinder wollten das Märchen bzw. einzelne Szenen daraus auf die ein oder andere Weise vorspielen.

Einen kleinen Eindruck davon kann man auf der schulischen Facebookseite erhalten. Viel zu rasch vergingen die vier Stunden, es blieb gerade noch Zeit für unser Logbuch und das Austeilen der Wochenhausaufgabe.

Besonders gefreut hat mich, dass wirklich alle Kinder, auch die sehr introvertierten, großen Spaß an den kleinen Szenen hatten und sich trauten, etwas vorzuspielen.
Manche alleine, manche mit einem Partner oder in einer kleinen Gruppe.

Unabhängig vom Sprachniveau machte jeder mit und alle tolerierten die Szenen der anderen Kinder.
Es gab eine Menge Applaus und den verdient.

"Wir haben heute nichts ins Märchenschatzbuch geschrieben!", stellte ein Kind am Ende fest und ein anderes antwortete unberührt:
"Wir haben heute mal anders gelernt. Geht ja auch!", zuckte die Schultern und hüpfte davon.

Eben. Geht ja auch.
Und wie.

Susanne Schäfer 06.02.2017, 15.04

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Kommentare zu diesem Beitrag

2. von Klara

Liebe Frau Schäfer,
ich finde ihren Mädchenmontag total toll! Danke für das traumhafte Material. Meine erste Klasse darf ab jetzt auch davon profitieren und sie haben es heute geliebt!

Ich wollte einfach einmal Danke sagen!

Liebe Grüße,
Klara U.

vom 06.02.2017, 20.22
Antwort von Susanne Schäfer:

Lieben  Dank für die nette Rückmeldung!
Schön, wenn die Idee auch anderswo umgesetzt, erweitert und modifiziert wird.
1. von tinabo

Ich freue mich riesig über die vielen Gedanken, die du momentan postest. Tut gut das zu lesen, weil es oft mit eigenen Gedanken oder auch Problemen übereinstimmt. Wer es nicht lesen will, soll sich doch ausklinken !!!!!!!!!!! UND VOR ALLEM NICHT DUMM RAUSREDEN !!!!!

vom 06.02.2017, 19.35
Antwort von Susanne Schäfer:

Manche Menschen haben zu viel Zeit und zu viel Frust in sich angestaut. Es ist doch schön, wenn diese Menschen ihren Frust hier per Kommentar loswerden können.
;-)
Nicht ärgern, nur wundern.
Ich danke Dir jedenfalls sehr für Deine nette Rückmeldung und lasse mich von Kommentaren, wie denen auf die Du anspielst, nicht aus der Ruhe bringen.
Es kann ja nicht jeder jeden mögen und einige mögen mich offensichtlich zwar recht wenig, es zieht sie aber doch immer wieder hier hin.
;-)

Kommentare, wie Deine, überwiegen und das ist doch die Hauptsache!
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Anne
Liebe Susanne, erst einmal ein großes Lob für die vielen liebevoll gestalteten Dinge. Ich möchte im neuen Schuljahr auch eine Eisbärenklasse starten. Gibt es schon Schilder für die Tafel mit den Unterrichtsstunden? LG
21.5.2017-17:17
Melanie
Liebe Susanne,
vielen Dank für deine tollen Texte, darin kann man sich wirklich stundenlang verlieren!
Am Schuljahresanfang hattest du Auf- und Einräumbilder deines Klassenraumes gepostet, mich würde mal interessieren, wie es jetzt so bei dir aussieht, nachdem darin schon eine ganze Weile gelebt wird.
Es grüßt dich ganz herzlich,
Melanie
14.5.2017-19:18
Pepe
Weil nicht sein darf, was nicht sein soll! Mutige, offene Worte. Vielen Dank dafür, Susanne. Genau so sieht es aus.
23.2.2017-16:37
Melli
Liebe Susanne, ich möchte gerne die Gelegenheit nutzen, um dir ganz ganz herzlich für die tolle Idee und natürlich deine süßen Materialien zum Märchentag zu danken. Wir begehen seither den "Märchenfreitag" (stundenplanbedingt) und meine Erstklässler lieben es! Gerade für meine sehr spracharmen Kinder ist es eine tolle Möglichkeit, den Wortschatz zu erweitern und sie zum Sprechen und Erzählen anzuregen. Und ähnlich wie du habe auch ich einen ungemeinen Spaß daran, jede Woche ein neues Märchen vorzubereiten und mal keine Buchstabeneinführung ö.ä. zu machen. Also lieben, lieben Dank!!!
18.2.2017-11:02
Angelika
"Menschen" wie "immer wieder" sollte man einfach ignorieren, Ernst nehmen kann man das nicht. Peinlich trifft es auch ganz gut.
15.1.2017-17:32
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Liebe Kollegin,darf ich den Artikel in unsere
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Vielen Dank, dass das mal jemand ausspricht!
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Bine:
Liebe Susanne,sehr guter Beitrag. Auch hier i
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Sabi:
Danke für die klaren Worte!Es ist interessant
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Annelie Rehbein:
Besser hätte ich es nicht ausdrücken können.
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Raphaela Tanha:
Liebe Frau Schäfer,Sie sprechen mir aus der S
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Tamara:
Liebe Susanne, wäre ich nicht so sauer, hätte
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Brigitte Langer:
Ich arbeite seit 38 Jahren an einer Geundschu
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